Donnerstag, 13. Juni 2013

Welche Inhalte wünschen wir uns?

Das neue ununi.TV ist nun seit einigen Wochen in der Beta-Phase online und langsam füllt sich unsere Plattform mit Inhalten, die bisher größtenteils aus unserer Supporter-Community kamen. Das ist auch gut so, doch innerhalb der Community gibt es immer wieder Ideen und Wünsche, sich zu diversen Themen oder mit bestimmten Leuten auszutauschen. Denn ununi.TV bietet allen die Möglichkeit, sich einzubringen, von anderen zu lernen, anderen Wissen zu vermitteln oder einfach nur Spaß zu haben oder Networking zu betreiben. In diesem Beitrag möchte ich ein paar dieser Wünsche aufgreifen und kommentieren, in der Hoffnung, dass vielleicht der eine oder andere Wunsch in Erfüllung geht.

Bestehende Hangout-Formate
Das Digitale Quartett rund um Thomas Knüwer, Daniel Fiene, Franziska Bluhm, Richard Gutjahr und Ulrike Langer behandelt Themen, die auch für unsere Community von Interesse sind. Ebenso laden Dr. Nils Lange oder Julian Heck regelmäßig interessante Menschen zum Talk und diskutieren spannende Themen im Zusammenhang mit der digitalen Gesellschaft.

Meine Frage: Was hindert eigentlich Das digitale Quartett, #PIN8, 1Fragenoch und andere Hangout-Formate wie das Bloggercamp oder auch Die Berliner Hinterhof Gespräche oder den WiWo Lunchtalk daran, ihre Sessions (auch) auf ununi.TV einzustellen. Abgesehen davon, dass sie uns vielleicht noch nicht kennen ;-)

Manche dieser Formate werden kurzfristig initiiert und auf Twitter, Facebook und Google plus beworben. Über ununi.TV hätten sie die Möglichkeit, dafür eine zentrale Plattform zu nutzen, ihre Sessions auch längerfristiger zu planen und zusätzliche Teilnehmer zu finden. Abgesehen davon spricht nichts dagegen, die einzelnen Sessions noch zusätzlich auf den eigenen Kanälen zu bewerben. Spread the word, heißt die Devise.

Erkenntnisse aus Blogparaden
Immer wieder gibt es da draußen spannende Blogparaden, also Diskurse zu einem Thema in Form von Blogbeiträgen unterschiedlicher Menschen. Wibke Ladwig etwa hatte vor einigen Monaten eine Blogparade mit dem Titel „Und was machen Sie so beruflich? gestartet, an der fast 100 Blogger teilnahmen. Die Zahl an sich ist beachtlich, die einzelnen Inhalte aber machen diese Blogparade nennenswert. Von der Wissensvermittlerin über die Internetmarketerindie Oecotropologin oder die Veterinär-Bloggerin bis zum Drogenverkäufer war da alles dabei. 

Auch das Startup Bookamat aus Österreich bietet ein Online-Buchhaltungstool für Selbstständige an und startete vergangenes Jahr eine Blogparade zum Thema „Tools für Selbstständige“. Zahlreiche Kreative und Ein-Personen-Unternehmer beteiligten sich daran und stellen ihre Lieblingstools vor. Warum nicht daraus eine Session-Reihe machen, in der die Top-Tools für Webworker und kreative Einzelkämpfer vorgestellt und besprochen werden? 

Laufende Projekte neu inszenieren
Thomas Gigold will ein neues (Online-) Magazin starten, von und für „Männer mit Erziehungsberechtigung“. Ich selbst bin auch digitaler Einzelunternehmer und Vater, daher war ich von Anfang an bei diesem Projekt dabei. Allerdings habe ich das Gefühl, dass das Projekt momentan auf „hold“ steht. Gleichzeitig keimt in mir aber die Idee, auf ununi.TV eine Reihe zu starten, in denen Väter (aber auch Mütter) aus der Kreativ- und Webszene zu Wort kommen und über ihre Work-Life-Balance u.ä. reden. Mir fallen da Leute ein wie Luca Hammer, der Jungvater ist und als Wochenend-Projekt das #blognetz ins Leben gerufen hat. Oder Alex Nowak und Richard Haderer, die Väter und Video-Blogger sind. Und so weiter und so weiter. Würde sich nicht Thomas’ Ansatz super auch in Video-Form inszenieren lassen?

Vor ein paar Wochen habe ich im Rahmen des Open Commons Kongresses in Linz Silke Helfrich von Commons Deutschland interviewt und fand ihre Ausführungen äußerst spannend und inspirierend. Im weitesten Sinn fördert auch ununi.TV den Austausch von Commons oder Gemeingütern wie Wissen oder Daten. In diesem Zusammenhang könnte ich mir durchaus vorstellen, eine oder mehr Diskussions- oder sogar Arbeitsgruppen zu inszenzieren, die dem Thema neue Aufmerksamkeit verschaffen.

Welche Inhalte wünscht ihr euch? 
All diese Formate würden wir mit offenen Armen bei uns begrüßen. Denn sie beinhalten genau die Themen und Beiträge, die wir uns auf ununi.TV wünschen. Also bitte, eintreten, partizipieren (lassen), experimentieren und neue Erfahrungen sammeln.

Welche Inhalte wünscht ihr euch? Mit wem würdet ihr gerne mal plaudern (egal ob im offenen oder im geschlossenen Hangout)? Bitte schreibt eure Vorschläge unter diesen Artikel ins Kommentarfeld oder teilt uns diese über unser Formular mit: Live-Video wünschen

Kommentare:

  1. Zunächst möchte ich mich für die Erwähnung in diesem Blogpost bedanken. Vielen Dank!

    Als Experiment habe ich am 10. Oktober 2012 mit der PRAXISINTERVIEW Nacht #PIN8 begonnen. Ich habe mir damals vorgenommen, 50 Interviews mit Menschen aus der Praxis des Social Media Marketings zu führen. Immer Mittwochs wollte ich ein neues Interview in Form eines Google Hangout on Air aufzeichnen. Inzwischen habe ich 31 Ausgaben produziert und doch einige Erfahrungen gesammelt. Noch sind die 50 Interviews nicht geführt dennoch möchte ich hier kurz meine bisherigen Erfahrungen darstellen:
    1. Es ist eine Herausforderung "Interviewpartner" für ein Interview zu gewinnen.
    2. Es ist noch schwieriger Interviewpartner für eine Live-Aufzeichnung zu gewinnen, da der Sendetermin einfach bereits feststeht.
    3. Viele Interviewpartner kennen sich mit Google Hangouts on Air nicht aus, daher muss häufig eine längere Einweisungszeit berücksichtigt werden.
    4. Technische Schwierigkeiten (z.B. Hangout kommt nicht über Firewalls hinweg) und Schwankungen in der Bandbreite, machen ein Livestreaming zu einem bestimmten vorher festgelegten Zeitpunkt aktuell noch häufig zu einer Hängepartie.
    5. Es konnte bisher festgestellt werden, dass die große Mehrheit des Publikums die PIN8-Ausgaben nicht als Livestream anschaut, sondern im Nachgang die Aufzeichnungen.
    Daraus habe ich zunächst folgende Konsequenzen gezogen:
    Ich bestehe aktuell nicht auf einem Livestreaming. Es geht mir mehr darum, einen interessanten Gast zu seinem Wunschtermin in einer Interviewsendung in guter Qualität aufzuzeichnen. Wenn möglich möchte ich weiterhin jede Woche eine Sendung veröffentlichen. Über diese Erfahrungen habe ich auf dem Barcamp Bodensee eine Session gehalten. Die Prezi findet sich online unter: http://prezi.com/user/optifist/ (http://prezi.com/em4dsqqlpnsi/community-aufbau-mit-youtube/)
    Seit dem ich auf das Nicht-Livestreaming also dem Video-on-Demand-Prinzip gewechselt bin, habe ich eine große Entlastung bzgl. Organisation und Durchführung erfahren.
    Nun zum Wunsch der ununi.tv meine PIN8-Show zu integrieren. Erst einmal herzlichen Dank für das Angebot!
    Bisher verstehe ich die Wunschvorstellung der ununi.tv, dass die Sendungen live gezeigt werden sollen. Aus den oben genannten Gründen ist eine Live-Sendung jedoch in dem Format PIN8 doch sehr aufwendig. Eine Verpflichtung einerseits hier für ununi.tv termingerecht zu liefern, kann ich aktuell nicht leisten - insbesondere weil ich ja in diesem Format auch vom Interviewgast (und der aktuellen technischen Situation beim Gast) abhängig bin.
    In meinen Augen gibt es nun zwei Möglichkeiten: 1. Entweder ich entwerfe ein neues Sendungsformat für ununi.tv oder
    2. ununi.tv ist mit den aufgezeichneten PIN8-Sendungen zunächst zufrieden.
    Sicherlich gibt es noch mehr Varianten, daher führe ich die Diskussion gerne hier weiter.

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  2. Lieber Nils Lange, bei 1) und 2) gebe ich Ihnen vollkommen recht, diese Erfahrung habe ich in den wenigen Wochen meines #cfew bereits machen müssen. Dennoch schaffe ich es immer wieder, einen Gesprächspartner zu finden.

    Das Problem mit den Hangouts - Punkt 3) - haben wir ebenfalls immer wieder, aber es bessert sich mittlerweile. Anja schickt uns den Link, wir testen und losgeht's. Für jene, die keinen G+ Account wollen, haben wir Gast-Account angelegt.

    Das Live-Streaming ist natürlich bei ununi.TV eine wichtiger Punkt. Auch wenn sich aktuell noch viele im Archiv schlau machen, so soll es zukünftig vor allem die Live-Komponente sein, die u.a. unseren USP ausmacht. Insofern würde ich erstmal Ihren Vorschlag Nummer 2 nicht bevorzugen, wenn dann Nummer 1 ;-)

    Eine dritte Möglichkeit wäre, dass Sie Ihre Sessions einfach an den Terminen machen, an denen die Interviewpartner auch Zeit haben und diese dann promoten, z.B auf ununi.TV. So machen das auch manch andere Video-Interviewer. Sie verlieren dann zwar Ihren Fix-Termin, gewinnen dann aber vielleicht neue Seher, Interviewpartner, wobei die Organisation gleich bleibt.

    Falls mir noch eine Möglichkeit einfällt, schreibe ich gerne noch weiter hier, aber das war's erstmal :-) Sonst noch jemand eine Idee?


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  3. Danke, Wolfgang, dass Du mich nochmal hierhingeschubst hast. Wegen diverser Veranstaltungen, aber auch wegen sehr vieler Postings zu ununi.tv habe ich nicht alles mitbekommen.
    Ich freue mich über die Erwähnung. Ich denke auch, dass das Thema Berufsbilder und Weiterbildung an sich gute Themen für ununi.tv-Formate sein können.

    Regelmäßige Formate finde ich überdies spannend, weil man Themen über eine längere Zeit hinweg entwickeln kann. Wobei ich bei Gruppen-Hangouts oft die Übertragungsqualität unbefriedigend finde, gerade wenn jemand über Notebook und schlappem WLAN hangoutet.

    Momentan scheint es mir insgesamt noch an Reichweite für Hangout-Formate zu mangeln. Aber vielleicht kann ununi.tv dazu beitragen, die Akzeptanz und Bekanntheit zu erhöhen. Viele möchten einfach nicht im Bewegtbild oder gar live ins Internet. Da befinden wir uns noch ziemlich am Anfang. Packen wir es an ;-).

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  4. Danke, Wibke. Ich weiß, dass wir hier Neuland betreten (hoffentlich darf man das Wort überhaupt noch verwenden?), erarbeiten uns gemeinsam Formate für Online-Videos, qualifizieren uns aber auch gegenseitig, um eben diese Hemmschwellen zu überwinden. Ich sehe das als Chance, sich in einer genau dafür geschaffenen Lern- aber auch Sozialumgebung Fähigkeiten anzueignen, ohne gleich im großen Stil damit nach außen gehen zu müssen. Und hoffe, dass diese Chance viele nutzen. (WG)

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