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Dienstag, 26. März 2013

Format-Empfehlungen zu #rp4U

Vielleicht habt Ihr bereits den Blogpost von Chili con Charme zu unserer Kooperation mit Blick auf die pre:publica gelesen? Und den Kommentar von Open Innovation? Und die Ausführungen von ikosom?

In letzterem Blog wurde die Diskussion in den Kommentaren etwas heftiger geführt. Von daher möchten wir uns seitens The new ununi.tv kurz positionieren: Wie wir bereits im Eingangs-Blogpost zu #rp4u mitteilten, sehen wir uns nicht als Konkurrenzangebot zur re:publica, sondern als Ergänzung. Dort draussen existieren >400 Session-Vorschläge, die nicht ins offizielle Programm von #rp13 aufgenommen wurden. Wir ahnen, es liegen dort so manche inhaltliche Schätze verborgen. 

Was ununi.tv grundsätzlich von einer kuratierten Konferenz unterscheidet, ist die Bedienung des Long Tails, den solch eine Plattform ermöglicht. Wie bei Amazons Büchern gehen wir davon aus, dass für jeden Inhalt eine Zielgruppe existiert - wie klein auch immer sich diese konfiguriert. Über die Qualität des Contents entscheidet letztlich diese adressierte Zielgruppe, und nicht irgendwer sonst. Insofern gehen wir auch später den Weg einer längerfristigen Qualitätsentwicklung über Format-Empfehlungen, Qualifizierungen und Vernetzungen, keine kurzfristige inhaltliche Qualitätskontrolle.

Welche Möglichkeiten bestehen, die eigene, geplante RP13-Session über ununi.tv zu veröffentlichen? 

Zunächst einmal sollte man die Session in unserer G+ Community als Sessionvorschlag eintragen. (Wie mehrfach betont: In der #rp4u-Eventreihe sollen lediglich die Absagen zu Gehör kommen!) Dann kann sich grundsätzlich jede/r selbst überlegen, wie er/sie das ursprünglich in Präsenz geplante Unterfangen in eine Hangout-Session überführen möchte. Es soll durchaus auch Platz für experimentelle Versuche geben, das Potenzial von Google Hangouts zu bespielen. Wer also einen 4-Stunden-Workshop plante, kann versuchen, diesen virtuell nachzustellen. Um die Zuschauer/innen an die Bildschirme zu fesseln, wird man sich einen guten Spannungsbogen überlegen müssen - es wird aber sicherlich schwierig, hier für kontinuierliche Begeisterung zu sorgen ;-)

Wir würden entsprechend empfehlen, die Besonderheiten einer Videokonferenz zu respektieren und sich zu überlegen, wie man das geplante Format transformiert. Unsere Formatvorschläge für die #rp4U-Eventreihe orientieren sich entsprechend am Live-Format mit der Möglichkeit zur Interaktion mit dem Publikum. Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne ist deutlich kürzer als in Präsenzeinheiten. Als grobe Orientierung für die Zeitdauer können z.B. TED-Talks dienen. Sie sind nicht zuletzt aufgrund ihrer kompakten Präsentation eine beliebte Inspirationsquelle. 

Von daher empfehlen wir eine maximale Länge von 15 Minuten für den Session-Input. Im Gegensatz zu rein archivierten Sessions versuchen wir den Mehrwert über die Live-Partizipation der vernetzten “Crowd” herzustellen. Im Ergebnis geht es jeweils darum, mit den Sessions eine Diskussion anzustossen, nicht sie zu beenden. Idealer Weise wird eine herausfordernde, spassvolle oder provokante Fragestellung aufgeworfen, die fortan in den Netzen diskutiert werden kann.

Um es kurz zu fassen:

Kopiert bitte nicht einfach Eure für RP13 geplante Session-Durchführung, sondern passt diese idealer Weise an die Erfordernisse des Netzes an!

UNSERE EMPFEHLUNGEN

A. Demo/Thesen-Präsentation/Vortrag/Einzelsession

Ziel ist nicht primär die Präsentation von Knowhow, sondern eher die Vorstellung einer eigenen Idee, eines Konzepts oder eines Prototypen, um das Feedback der Crowd einzufangen.
  • Thema (auf Bedürfnisse der Zielgruppe zuschneidern)
  • Spannungsbogen auf max. 15 Minuten auslegen (Aufbau These, Begründung, Schlussfolgerungen) -> siehe TED
  • Interaktion vorsehen (was ist der Mehrwert eines Live-Vortrages zu einer Archiv-Aufnahme?)
  • Provokante Frage für Diskussion
  • Laufende (Verständnis-)Fragen durch Moderation aufgreifen und einbringen
  • Nach max. 30 Minuten ist Schluss - Diskussion und restliche Fragen werden asynchron absolviert
B. Interview/Dialog/Zweiersession

Ziel wäre hier, z.B. das Knowhow einer anderen Person für das eigene Interessensfeld urbar zu machen. Das Live-Publikum unterstützt einen, gute Fragen zu stellen.
  • Thema ( s.o.)
  • Spannungsbogen (klarer Plan oder Spontanität?)
  • hier steht der Interviewpartner im Vordergrund - Fragen steuern das Gespräch 
  • Kurz, munter, prägnant, abwechslungsreich
  • 15 Minuten
  • Ergänzende Fragen an Interviewpartner durch Moderation
  • Nach max. 30 Min. ist Schluss
  • Inhaltliche Diskussion über Kommentare
C. Panel/Kaminrunde/Mehrpersonen-Session

Ziel könnte eine vielseitige Sicht auf eine bestimmte Fragestellung sein. Heterogene Menschen bringen ihre Sichtweise ein. Auch die Crowd kann punktuell ergänzen.
  • wie oben
  • Moderator steuert die Runde
  • Alle Beteiligten geben jeweils ihr Kurz-Statement ab
  • kurzer Schlagabtausch (jeder darf max. 1 Minute reden) 
  • Gratwanderung zwischen Rollenspiel und spontanem Gespräch
  • Crowd stellvertretend über 1 weitere/n Moderator/in in Panel zu Wort kommen lassen
  • Inhaltliche Diskussion über Kommentare
Klingt vielleicht jetzt komplexer als es ist. Wir werden Euch im Laufe der nächsten Zeit immer wieder mit unseren Erfahrungen konfrontieren. Und Euch soweit wie möglich unterstützen, sofern Ihr das wünscht. Weitere Formate sind - wie gesagt - denkbar und gewünscht. Später zählt die kreative, interaktive Format-Entwicklung zum Kern des zukünftigen ununi.tv-Betriebes.

Hier nochmals die wichtigsten Infos in kompakter Form:

Mittwoch, 23. November 2011

Was passiert beim Kick-Off?

Wie bereits im letzten Blog-Post angedeutet, versteht sich ununi.tv als Enabler für eine offene Unkonferenz, an der sich alle Interessierten beteiligen können. Über verschiedene Formate und Vorschläge, die G+ Hangouts durchzuführen, versuchen wir dabei strukturierend einzuwirken, um einerseits eine gewisse Qualität mit aufbauen zu helfen und andererseits auch Videokonferenz-unerfahrenen Personen einen Leitfaden an die Hand zu geben, wie sie sich einbringen können.

In den letzten Wochen haben wir dazu verschiedene Ideen gesammelt, welche Formate wir uns vorstellen könnten, um Hangout-Sessions für die beteiligten Personen und gleichzeitig für die Öffentlichkeit attraktiv zu machen. Aus diesem Formate-Pool haben wir zunächst 6 ausgewählt und weiter ausgeführt. Diese 6 Formate möchten wir beim Kick-Off zwischen dem 6. und 8. Dezember 2011 mit interessanten Expert/innen und Teilnehmer/innen gemeinsam demonstrieren und dabei stellvertretend testen.

Um die Hangouts für die Öffentlichkeit in einem "konsumierbaren", fokussierten Rahmen zu halten, empfehlen wir eine jeweilige Zeitspanne von 45 Minuten. Selbstverständlich können nicht-öffentliche Hangouts durchaus länger vollzogen werden. Sobald es aber gewünscht ist, den Kreis der Beteiligten über die auf 10 Personen begrenzte Anzahl von in Hangouts Aktiven zu erweitern, sozusagen die "Crowd" aktiv mit einzubeziehen in die Session, bedarf es eines klaren Ablaufplanes. Von daher empfehlen wir für die öffentlichen Sessions eineN sogenannteN "Social Media ManagerIn" (SMM), die/der im Hangout einen Stuhl besetzt und als Kontaktperson zu den Social-Media-Kanälen fungiert. Die "Crowd" hat somit einen festen Platz im Hangout und kann sich über diese Schnittstelle aktiv mit einbringen in das Gespräch.

Mit anderen Worten: 

  • In G+ Hangouts können sich maximal 10 Personen aktiv austauschen. 
  • Je nach Format und konkreter Umsetzung (intern, Livestream, Aufzeichnung) unterschiedlich, empfehlen wir eine differierende Platz-Besetzung. 
  • Beim Kick-Off werden wir innerhalb der konkreten Hangouts mit einer selektiven Auswahl an Personen zusammen arbeiten. 
  • Die 6 Sessions werden live ausgestrahlt und aufgezeichnet. Sie finden an den 3 Kick-Off-Tagen jeweils von 19.00 - 19.45h und von 20.15 - 21.00h statt. 
  • Die einzelnen Sessions sind mit einem spezifischen Hashtag versehen. 
  • Im Hangout wird jeweils einE SMM für die Personen in den Social-Media-Kanälen ansprechbar sein, so dass ein Austausch zwischen intern und extern möglich sein wird. Inwiefern diese Form der Kommunikation qualitativ ausgebaut werden kann, soll anschließend evaluiert werden. 
  • Fortan steht ununi.tv allen interessierten Personen zur freien Nutzung zur Verfügung. Jede/r kann Sessions vorschlagen oder anlegen. 
  • Im besten Falle entsteht eine an den thematisch Interessierten orientierte virtuelle Hochschule für Film, TV und Web.

Wir sind gespannt!