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Montag, 1. Juli 2013

Phase 1 ist beendet - danke schön für alles!

Ein Beitrag von Anja C. Wagner

Gestern konnten wir unsere Crowdfunding-Kampagne erfolgreich beenden. Als FrolleinFlow hatten wir uns im letzten Winter zwischen den Jahren entschieden, ununi.TV eine Chance zu geben und unsere Energie vorzugsweise darauf zu lenken. Auslöser dafür war die im Vorfeld durch geführte Umfrage, ob es Menschen gibt, die uns bei einer eventuellen Crowdfunding-Aktion tatkräftig unterstützen würden. Es meldeten sich mehr als 50 Personen und damit war der Startschuss gefallen.

Wie immer wieder von uns betont, handelt es sich bei ununi.TV nicht um ein kleines Startup mit einem kleinen Team, das ein Produkt auf den Markt bringen will. Vielmehr ist dieses Projekt von Beginn an als Gemeinschaftsprojekt von Personen angelegt, die tatsächlich nach einer praktikablen Alternative im Bildungssystem suchen. FrolleinFlow war lediglich die treibende Kraft. Wir tragen das "Crowd" nicht nur aus Marketing-Gesichtspunkten im Namen, sondern wir leben das Crowdsourcing. Insofern gilt es, einer Vielzahl an Personen ausdrücklich zu danken, die diese Kampagne zum Erfolg führten.

Einen besonderen Dank möchte ich aussprechen an (ich hoffe, ich vergesse niemanden):
  • Wolfgang Gumpelmaier für seine unermüdliche (soziale) Medienarbeit
  • Robert Fritz Seibel für die Programmierung der Drupal-Plattform
  • Alexander Kluge für all die wunderbaren grafischen Elemente und Kampagnen-Seite ununiNOW
  • Claudia Heydolph für die professionellen, journalistischen Crossmedia-Ideen und -Realisierungen
  • Ellen Trude für ihre gute Laune, ihre Erfahrung und ihren Enterprise 2.0-Input
  • Cornelie Picht für all die Twitter-Aktivitäten und v.a. ihre Visualisierung des Unterschieds von ununi.TV zu klass. Bildung & die Schnittstelle zu den webgrrls
  • webgrrls e.V. für ihre Unterstützung als strategischer Koop-Partner & natürlich allen webgrrls, die tatkräftig für uns getrommelt haben
  • Angelica Laurencon für ihre vielfältigen Netzwerke und ihr beständiges Da-Sein
  • Astrid Christofori für ihre juristische Fachkompetenz und das unermüdliche Networking
  • Andrea Brücken für ihre regelmäßigen Hangouts und ständiges Mitdenken
  • Sonja Samuda für ihren internationalen Blick und ihre posiive Art
  • Nicole Bauch für die selbstverständliche Übernahme des Hangout-Probenraums als "learning-by-doing" und so vieles andere im Background
  • Christian F. Freisleben-Teutscher für die Übernahme so mancher Moderationen
  • Monika E König für ihre positive Ausstrahlung und aktive Unterstützung
  • Esther Debus-Gregor für ihren kommunikativen Input und ihre Traute
  • Malou Bülow für ihre kontinuierliche Überzeugungsarbeit
  • Jutta Dierberg für ihre kreativen Inputs
  • Alexander Rausch für seine regelmäßige Motivation
  • Patrick Möller für seine qualitativen Multimedia-Beiträge
  • Bertram Gugel für seine konzeptionelle Beratung
  • Martin Lindner für seine wohlwollende, mitdenkende Begleitung
  • Ursula Fritzle für ihren trockenen Humor
  • Horst Sievert & dem Senioren Lernen Online-Team für den Support
  • Sandra Schön und L3T für ihre kreativen Ideen
  • Joachim Sucker für seine Erfahrung und seine Reflexionen
  • Yvonne Pöppelbaum für ihre mitdenkenden Einwürfe
  • Daniel Spielmann für die englische Übersetzung unseres Bildungsanspruchs
  • Bianca Gade für ihren Einsatz im Rahmen der #rp4U-Videokonferenz
  • Wibke Ladwig für ihre konstruktiven Beiträge
  • Ilona Munique für ihre Crowdfunding-Tipps
  • all die Interview-Partner/innen in den Live-Videos, die sich vor die Kamera wagten
  • all den Journalist/innen und Blogger/innen, die uns mit Artikeln öffentlich förderten
  • all unseren Twitter-Followern und Facebook-Freunden für ihre Likes und Retweets
  • all unseren Fans auf Startnext, die das Projekt mit einem "Gefällt mir" auszeichneten
  • all unseren Testimonials, die mit Gesicht ihre Unterstützung unterstrichen
  • all den stillen Motivator/innen, die mich mit Emails oder Direct Messages unterstützten
  • all unseren Supporter/innen auf Startnext, die tatsächlich Geld in die Hand nahmen, um uns den Einstieg in Phase 2 zu ermöglichen
  • und allen anderen, die uns mit konstruktiver Anteilnahme verfolgt haben.


Vielen Dank Euch allen!!! 
Ohne euch alle wäre dies nicht möglich gewesen.

Starten wir Phase 2 ...

Samstag, 29. Juni 2013

ununi.TV - Neu-Bildung made in Germany

Ein Gast-Beitrag von Angelica Laurencon und Alexander Kluge
---
ununi.TV schickt sich an, das Format des klassischen Bildungsfernsehens wieder aufzugreifen und ins moderne, interaktive Medien- und Bewegtbild-Zeitalter zu hieven. Dabei setzt das Team und alle Beteiligten auf die Videotechnologie, die mit Google Hangout (On Air) geboten wird.

Sperriger Name mit Substanz

Der Begriff ist sperrig. Eine Uni? Keine Uni? Ja was denn nun? Etwa eine Volkshochschule 2.1 im Google Fernsehkanal „Hangout“ oder ein Fernstudium für Selbstpflücker?


Zugegeben, mit dem „ununi.TV“-Label  haben es die Querdenker von ununi.TV sich nicht leicht gemacht. In einer schicken Worthülse wie „Coursera“, „Udacity“, „Iversity“ wäre es einfacher gewesen, Inhalte im Web 2.0-Outfit zu vermarkten. Man braucht nur noch von den US-Vorlagen abzuschreiben. Denn jenseits von Europa hat sogar die gute alte New York Times das Lernen und Leben jenseits der Universitäten zum wichtigsten Phänomen des Jahres 2012  erklärt.

Relevanz und Brisanz

Darum ist ununi.TV kein Spaßwort, sondern ein hochaktuelles Projekt mit einer Idee und einem Ziel. Das Projekt beruht auf der Tatsache, dass sich der Arbeitsmarkt laufend im hochfrequenten Takt entwickelt. Die existierenden Bildungseinrichtungen können die jungen Menschen nicht für die Kompetenzen 2.1 vorbereiten, weil sie davon keine Ahnung haben.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt geht außerdem in die Richtung des dezentralen und fragmentierten Arbeitens und wird 80% der aktiven Bevölkerung betreffen. Alle müssen mittendrin bleiben, sich ständig auf dem Laufenden halten, informieren, weiterbilden, vernetzen,  wirtschaftlich überleben, denn in der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts sind Informationen und Wissen Mehrwert, während Kopf und Kapital die Polaritäten bilden.
ununi.TV bildet dieses informelle Netzwerk an Wissen, Informationen und Kompetenzen, auf die die Kleinunternehmer, Mittelständler, Freiberufler, Kreative und Selbständige jederzeit zugreifen können, bei Bedarf und steigender Nachfrage.

Inspiriert von den Barcamps

Die Idee ist einfach. ununi.TV ist weder ein Online-Forum oder Tauschbörse, sondern gemeinnützig gedacht. Alle sind beteiligt und haben Anteil an dem Mehrwert.


Dieser Gemeinnützigkeit folgend sind die Kooperativen die einzige Alternative zur fragmentierten und dezentralen Arbeitswelt - in allen Bereichen, auch in der Wissensgesellschaft. Kopf und Kapital bleiben die Polaritäten, wobei 2% das Kapital konzentrieren und 95% im 21. Jahrhundert Zugang zu Wissen haben können.

ununi.TV ist anders

Anders als das besagte klassische Bildungsfernsehen, das bei den Öffentlich-rechtlichen zu sehen ist, geht es nicht um die reine Wissensvermittlung. Das Modell „Ich habe Wissen“ und „Ich nehme Wissen auf“ ist obsolet.


Stattdessen wird in sogenannten Erfahrungsräumen Wissen miteinander generiert. Jede/r hat einen unterschiedlichen Erfahrungsschatz und entsprechende Standpunkte. Diese gilt es (entlehnt aus dem Web 2.0 bzw. Social Web), in moderner Mashup-Manier sinnvoll zusammenzubringen, um mit einer möglichst heterogen zusammengesetzten Crowd besagte Erfahrungsräume aufzubauen.


Wissen ist mittlerweile so temporär, dass man miteinander kollaborieren muss, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Insofern ist der sichtbare Output von ununi.TV auch „nur“ die absolute Spitze des Eisbergs. Im Inneren von ununi.TV, da wo es köchelt, brodelt und die Crowd sich austauscht, finden die wirklich interessanten Gespräche statt.

Digital & Visual Literacy

Nicht nur Neues lernen und moderne Bildungsangebote wahrnehmen, sondern auch die eigene Bildung in die Hand nehmen und dabei die Medienkompetenz jedes Einzelnen zu etablieren und weiter aufzubauen, ist die Prämisse und Zielsetzung für ununi.TV. Man spricht auch von digital bzw. visual literacy (digitale bzw. visuelle Bildung).


Auch das Interesse des klassischen TV-Guckers geht zunehmend in Richtung Social Media, sodass man dem Ziel „Bildung von allen für alle“ immer näher rückt. Wenn sich die Zielgruppe, die klassischer Weise passiv konsumiert hat, sich nun aktiv in den neuen Medien- und Videowelten (z.B. auf YouTube) aufhält, ist der Sprung in ein Google Hangout (als eine Art Seminarraum) umso einfacher. Bildung und Weiterbildung werden damit zur Selbstverständlichkeit, weil keine räumliche oder zeitliche Trennung mehr gegeben ist. Konsum und Produktion gehen Hand in Hand, weil bei ununi.TV jeder Zuschauer auch Medienschaffender werden kann - ganz natürlich.

Freie & kostenpflichtige Angebote

Demnach wird es ein breites Spektrum an öffentlichen, frei verfügbaren und kostenpflichtigen Angeboten im geschlossenen Raum geben.


Die kostenfreien Angeboten umfassen aktuell kurzweilige 15-minütige Interviews mit interessanten Menschen aus den Bereichen Business, Bildung, Urheberrecht, Crowdfunding, Film, Social Media, Reisen und Transmedia Storytelling. Diese können unter ununi.tv abgerufen werden.


Der geschlossene Raum soll aktuell noch aufgebaut werden. Dessen Aufbau ist direkt mit dem Erfolg der Crowdfunding-Kampagne von ununi.TV bei startnext verbunden. Es ist also abhängig von den Crowdfundern und Unterstützern, ob ununi.TV sich so weiterentwickelt wie ursprünglich geplant.

Quo vadis?

ununi.TV möchte über die bestehenden Grenzen hinweggehen, sie bewusst überschreiten, um dadurch Innovationen entstehen zu lassen. Durch diesen progressiven Charakter kann nicht genau definiert werden, wohin die Reise geht. Vielmehr bestimmen ganz basisdemokratisch die Beteiligten der Crowd die Route.


Die technische Bildqualität der Google Hangouts wird sich in Zukunft merklich verbessern, die angebotenen Themen werden vielfältiger und ununi.TV wird dem Flow-Prinzip folgend zunehmend ein fluider, sozialer und technologischer Erfahrungsraum zum Lernen.


Welche Akzeptanz ununi.TV nun findet und wie erfolgreich es wird, entscheidet schlussendlich die Crowdfunding-Kampagne bei startnext. Diese endet morgen! Wird das Crowdfunding-Ziel nicht erreicht, „dann wird es kein ununi.TV geben können.“ Unterstützen kann man das Projekt unter startnext.de/ununitv.

Montag, 24. Juni 2013

Now or never

Wir starten in die letzte Woche unserer Crowdfunding-Kampagne, in der sich entscheiden wird, ob es ununi.TV weiter geben soll - oder nicht. 

Um es ganz klar und deutlich zu sagen: Es existiert kein Plan B für ununi.TV! Wenn wir diese Kampagne nicht gemeinsam zum Erfolg führen, wird es diese Bildungs-Videoplattform nicht geben können. Weder in der geplanten noch in einer veränderten Form. Das sollte allen klar sein, worum es hier geht. 

Wer ernsthaft eine Veränderung des bestehenden Bildungssystems wünscht, sollte sich überlegen, ob er oder sie uns nicht doch eine Chance geben möchte. 

Wer ernsthaft eine Option mit aufbauen helfen möchte, die dem vorherrschenden Trend hin zu prekären Arbeitsbedingungen und entsprechender, stromlinienförmiger Aus- und Weiterbildung entgegen wirken könnte, der oder die sollte uns unterstützen. 

Wer ernsthaft glaubt, es wäre schade, wenn es so etwas wie ununi.TV nicht gäbe, der sollte ein wenig Geld in die Sammelbörse stecken. 

Wer jemals mir in der Vergangenheit sagte, wie toll ununi.TV sei und dass wir doch bittschön weiter machen sollen, der oder die sollte sich JETZT engagieren. JETZT ist die Zeit dafür - nächste Woche schon ist es zu spät. Wir benötigen JETZT Eure Initiative und Eure Energie! 

Ich (acw) kann Euch ansonsten leider nicht mehr ernst nehmen. 

Ich schaue in meine Twitter-Timeline im Jahre 2013 (!) - und ihr fragt ernsthaft nach Forschungsergebnissen, inwiefern die Digitalisierung die Bildung verändere. Ihr diskutiert in nimmermüder Manier, ob nun cMOOCs oder xMOOCs oder nicht doch lieber bMOOCS das Mittel der Wahl sei - oder sollen wir die Kurse anders nennen? Leute, bitte! Ihr feiert Exzellenz-Unis, die 9 (!) Jahre nach Gründung von Facebook voller Stolz die Einrichtung ihrer Fanpage feiern, weil sie dafür ein millionenschweres Förderprogramm vom BMBF zur Verfügung gestellt bekommen haben. Während in den USA bereits der Abgesang auf MOOCs und Facebook angestimmt wurde…

Ich schaue in meine Timeline im Jahre 2013, in der fast jede/r, die/der etwas auf sich hält, von Bildung faselt - und damit ausschließlich die Aus-Bildung seiner Kinder meint. Oder seine eigene Karriere im Bildungswesen im Kopf hat. Natürlich im bestehenden Bildungssystem mit all seinen verkrusteten Strukturen und merkwürdigen Status-Symbolen und all diesem Firlefanz. Die Talare existieren noch in virtueller Form - und darunter hat sich nichts verändert. Nichts! Borniert, zufrieden mit dem Status Quo, ohne Anreizsysteme, außer, ob das Förderprogramm es auch ermöglicht, neue Mobilgeräte für die beantragenden Verantwortlichen anzuschaffen oder eine Fern-Reise mit abfällt.

Gut, das ist jetzt böse - aber durchaus Realität. Wer sich jemals in diesen Strukturen bewegt hat, weiss das. Dieses System ist nicht mehr reformfähig. Das ist organisationssoziologisch unmöglich. Es ist verkrustet - und das liegt an den Verwaltungen ebenso wie am Vergütungssystem, dem Beamtentum, der Bildungsmafia und dem alten hegemonialen Bildungsverständnis. Womit ich nicht sagen will, dass es durchaus einige wenige, eifrige Menschen innerhalb des Systems gibt, die sich nach Kräften bemühen, hier noch das Beste rauszuholen. Ich kenne sogar einige.

Aber denkt Ihr denn wirklich, wir könnten uns als Gesellschaft für das 21. Jahrhundert rüsten, wenn wir uns ausschließlich über MOOCs, VHS- oder sonstige Kurse weiterbilden - und vielleicht ab-und-an mal eine Konferenz besuchen? Meint Ihr wirklich, damit ist es getan? Meint Ihr wirklich, damit seid Ihr und Eure Kinder gut aufgestellt für das, was da kommen möge? Ich weiss, ich klinge jetzt ein wenig so wie die damalige Herzog-Hauruck-Rede, die auch nichts bewirkt hat. Aber ich muss dem gerade mal Luft verschaffen. Sorry :)

Ich weiss, viele denken jetzt: Sie hat ja recht, aber ununi.TV ist nun auch nicht die Lösung. Gut, mag sein, aber es ist zumindest ein Schritt in eine neue Richtung. Ein Zeichen, ein Signal, vielleicht eine Weiche. Wir maßen uns ja gar nicht an, die einzig wahre Lösung bereitzuhalten. Wir sind nur ein paar Suchende, die sich auf den Weg gemacht haben, nach neuen Modellen und Formen Ausschau zu halten. Und uns testweise vorwagen, uns austauschen, probieren, schauen - tastend, suchend, bewegend. Aber immerhin: Wir bewegen uns, fliessen - kann bestimmt auch bald niemand mehr hören. Nur, wie sonst, wenn nicht ständig fliessend, sollen wir uns weiterentwickeln? Unsere Kompetenzen bündeln, um neue Herausforderungen gemeinsam zu bewerkstelligen. Wir sind doch zusammen so klug, sind bestens ausgebildet - manche durch die Institutionen, die meisten eher durch ihre beruflichen Erfahrungen. Lasst uns doch gemeinsam anfangen - wenigstens einen Versuch wäre es doch wert?! 

Das kann doch nicht sein, dass wir trotz unserer ganzen Kenntnisse der Macht von unten es nicht schaffen, eigene Strukturen aufzubauen.

Das kann doch nicht sein, dass Ihr reihenweise in die Krise verfallt angesichts der gesellschaftlichen Umbrüche - und nichts tut. Wie erstarrt seid ...

Tut was! Bewegt Euch! Macht mit! Und tragt nicht Euer ganzes Geld in die Baumärkte. 

Und eines sei Euch abschliessend versichert: Das Geld fliesst nicht in meine Taschen, um mich in den Liegestuhl zu legen. Wir müssen damit Programmierung, Design, Tutorials, Content, Community-Management, Moderation einkaufen - das alles muss ja jemand umsetzen. Bislang ist die Plattform ja noch mehr als rudimentär und lebt vom ehrenamtlichen Engagement einer Reihe von Menschen. Das funktioniert aber nicht auf Dauer. Wir brauchen professionelle Strukturen. Und je mehr Geld uns zur Verfügung steht, desto professioneller wird das Ganze, ist eh klar. Wir arbeiten doch bereits so schlank wie irgend möglich. Dezentral, vernetzt, hoch-effizient. 

Also, wenn Ihr das alles inhaltlich mit gestalten wollt, müsst Ihr mitmachen. Vom Spielfeld-Rand kommentieren, kann doch jede/r. Seid Ermöglicher/innen, nicht Besserwisser/innen! Darauf kommt es heute an! Machen, machen, machen.

Was Ihr tun könnt? Finanziert uns vor, indem Ihr eine Mitgliedschaft vorab kauft - oder indem Ihr Euch als Sponsor betätigt. Nur wenn die Mindestsumme zusammen kommt, die wir benötigen, um das Ganze sinnvoll weiter zu entwickeln, geht das Geld an uns - andernfalls fliesst alles wieder zurück in Eure Taschen. Also, bittschön ---> http://www.startnext.de/ununitv

Immer noch nicht überzeugt? Dann schaut hier --> http://ununi.tv/now

Entschuldigt diesen Appell! Ich arbeite jetzt ruhig weiter …

Montag, 17. Juni 2013

Wer sind unsere Supporter? Und was machen die eigentlich?

Wir sprechen ja im Zuge unserer Crowdfunding-Aktion immer wieder von unseren SupporterInnen. Gemeint sind damit all jene Menschen, die uns seit Monaten dabei unterstützen, unser Projekt auf eine tragfähige Basis zu stellen. Dazu haben wir auf Google plus eine Gruppe bzw. korrekterweise eine "Community" eröffnet, in der sich mittlerweile über 80 Personen tummeln. Sie sind der Kern von ununi.TV, mit dem wir das Projekt gemeinsam weiterentwickeln, weiter denken und auch kritisch hinterfragen. Wie es dazu kam, habe ich unlängst im Crowdsourcing-Blog zusammengefasst.

Die einzelnen AkteurInnen kommen dabei aus den unterschiedlichsten Disziplinen, manche von ihnen engagieren sich fast täglich für unser Projekt. Einige haben uns Unterstützer-Statements geschickt, die wir alle auf Pinterest sammeln. Andere wiederum twittern, facebooken und google plussen, was das Zeug hält. So haben wir innerhalb von zwei Wochen nach dem Start der Crowdfunding-Aktion mit Hilfe von mention knapp 1.000 Erwähnungen auf den drei Netzwerken zählen können.  

Einen wesentlichen Beitrag leisten auch die BloggerInnen in unserem Netzwerk, da sie ihre ganz persönliche Sicht der Dinge schildern und mithelfen, die Idee hinter ununi.TV zu erklären und somit einer breiten Masse näher bringen.

So wie Cornelie Picht, die in ihrem Beitrag "Warum ununi.TV mich bewegt" erklärt, warum sie unser Konzept gut findet:
"Zunächst ist ununi.TV eine perfekte Lernumgebung. Ich treffe Menschen, die sich in sehr unterschiedlichen Zusammenhängen mit Lernen beschäftigen und damit sehr verschiedene Blickwinkel mitbringen. Ich lerne, wie ich selbst zum Programmmacher werde und die Klippen einer Livesendung umschiffe. Nicht zuletzt lerne ich eine Menge über Vernetzung und das kreative Potenzial einer Online-Community."
Sie hat darin auch eine Grafik erstellt, in der sie unser Konzept dem traditionellen Bildungssystem gegenüberstellt:


Aber auch andere Community-Mitglieder schildern in ihren Blogs, worum es bei ununi.TV geht und was sie daran toll finden, darunter Angelika Laurencon, Monika E. König, Ilona Munique, Alexander Kluge, Horst Sievert oder Astrid Christofori. Eine vollständige Liste aller Blogbeiträge und Presseberichte findet man bei Anja's Linksammlung auf Diigo.

Vor allem aber ist es die inhaltliche Unterstützung und die Auseinandersetzung mit unserer Idee, unserer Vision, die wir schätzen. Unsere Supporter beteiligen sich rege daran und leisten ihren Beitrag zum Gelingen, in dem sie etwa gratis Sessions auf ununi.TV anbieten, Leute dazu einladen, Werbung dafür machen und sich vor allem auch überlegen, wie sie unser Angebot längerfristig verwenden und ausbauen können.

Willst du auch Teil der ununi.TV-Supporter-Community werden? Dann schicke uns dein Testimonial und sichere dir einen Zugang zu unserer Community. Hier geht's lang: http://www.startnext.de/ununitv

Mittwoch, 5. Juni 2013

Was hat ununi.TV bittschön mit Bildung zu tun?

Anlässlich zahlreicher Fragen zum Bildungsverständnis von ununi.TV hat Anja C. Wagner heute im Hangout versucht, dazu ein paar Fragen zu beantworten. Moderation: Angelica Laurencon

 

Die gezeigte Grafik stammt von Cornelie Picht, die ihre Sicht auf ununi.TV in diesem wunderbaren Blog-Post dokumentiert. Weitere wunderbare Beiträge anderer Personen sammeln wir hier in dieser Bookmarking-Liste.

Montag, 3. Juni 2013

Zwei Fragen und zwei Antworten zu ununi.TV

Liebe ununi.TV-UnterstützerInnen, Die erste Crowdfunding-Woche war überwältigend:
ununi.TV wurde über 500 Mal auf Facebook, Twitter und Google plus erwähnt, es gab zahlreiche Blogeinträge und Presseartikel zu unserem Projekt und last but not least, wir haben über 4.500 Euro in den ersten Tagen nach dem Crowdfunding-Start an finanzieller Unterstützung von euch erhalten.
Zudem zeigt der Zähler aus startnext seit heute Nacht 50 SupporterInnen an, somit hätte Ellen Trude ihre Wette beinahe gewonnen :-)
Vielen Dank an alle für die bisherige Unterstützung!!! Es ist eine großartige Erfahrung, was rund um dieses Projekt geschieht. Auch wenn die Unterstützung in den ersten Tagen enorm war, so haben sich manche auch noch zurückgehalten und zwar vor allem, weil sie zwei Fragen noch unbeantwortet vorfanden. Nämlich: 
  1. Was erwartet mich später im Mitgliedschaftsbereich auf ununi.TV?
  2. Wie kann ich ununi.TV unterstützen, ohne mich auf startnext anzumelden?
Anja hat beide Fragen in ihrem letzten Update auf startnext beantwortet und einerseits in einer kurzen Präsentation zusammengefasst, was man davon hat, bei ununi.TV Mitglied zu werden:


Und für all diejenigen, die einen einfacheren Weg der finanziellen Unterstützung suchen, hier unsere Kontoverbindung:

FrolleinFlow GbR
Konto-Nr.: 112 868 1700
BLZ: 430 609 67
Bank: GLS Bank

IBAN: DE68430609671128681700
BIC: GENODEM1GLS

Wir zahlen das Geld umgehend auf Startnext ein und geben im Kommentarfeld den Namen der Spender/in bekannt (wenn anonym gewünscht, dann dies bitte entsprechend vermerken auf dem Überweisungsträger).

Solltet ihr noch weitere Fragen haben, wir stehen jederzeit gerne zur Verfügung - über welchen Kanal auch immer.  Ach ja und hier noch einmal der Link, der Teilen und Unterstützen ganz einfach macht: http://ununi.tv/CFstart ;-)

Mittwoch, 29. Mai 2013

Warum ununi.TV JETZT crowd funded?!


Will man professionelle Strukturen aufbauen, braucht es einiger Ressourcen, um eine kontinuierliche Arbeit im und am Unternehmen zu ermöglichen. Bei ununi.TV wollen wir nachhaltige Strukturen für Menschen aufbauen, die vom klassischen Bildungssystem wenig Input erhalten. Unseres Erachtens kann dies nur über den Aufbau eines gemeinnützigen Netzwerk-Unternehmens funktionieren.

Welche Alternativen existieren, um ein solches Unternehmen zu entwickeln?

Variante 1: Die Finanzblase

Hier bastelt man sich zunächst einen originellen Pitch mit großen Zahlen rund um die Geschäftsidee. Damit geht man auf die Suche nach solventen Investoren. Ziel ist es hier, in möglichst kurzer Zeit ein Unternehmen aufzubauen - und möglichst schnell zu verkaufen.

Insofern helfen uns klassische Investoren nicht, da sie sich zu stark am Finanz-Markt orientieren - und weniger an gemeinnützigen Zielsetzungen. Zwar existieren Modelle, sich hier temporär unterstützen zu lassen, aber erst, nachdem die grundlegenden Strukturen gelegt sind. Andernfalls greifen Investoren zu stark in den Aufbau ein - und das kann bei dem vorherrschenden Bildungsverständnis eigentlich nur schief gehen.

Variante 2: Die Förderblase

Hier sucht man sich ein paar Förderprogramme, bastelt ein paar Anträge, die genau den Erfordernissen mit den gewünschten Keywords entsprechen und lässt sich für die nächsten Jahre ein Projekt von den Steuereinnahmen finanzieren. Das Unternehmen hangelt sich so von Förderantrag zu Förderantrag, prostituiert sich gewissermaßen - und man fährt eine ruhige Kugel.

Leider existieren solche Förderprogramme, die genau den von uns geplanten, offenen Aufbau von ununi.TV ermöglichen, derzeit nicht. Das liegt daran, dass im vorherrschenden politischen Bildungsverständnis die Menschen gelenkt werden sollen, damit sie "nationales Wachstum" generieren helfen - anstatt sie selbst entscheiden zu lassen, was für sie persönlich relevant ist. Natürlich werden wir in der Übergangsphase Ausschau halten müssen nach halbwegs passenden Ausschreibungen, aber erfahrungsgemäß fliessen 3/4 der Gelder in Orga-Kram, wenn nicht sogar 4/5 - nachhaltige Strukturen lassen sich so kaum aufbauen.

Variante 3: Die Crowd-Blase

Hier sucht man sich eine Herausforderung und entwickelt im Lean Startup-Verfahren ein Geschäftsmodell. Eine Crowdfunding-Kampagne kann hier den (Gegen-)Beweis erwirken, ob dieses Angebot nachhaltig gewünscht ist. Entweder erhält man einen Vertrauensvorschuss, um das Angebot Realität werden zu lassen - oder eben nicht. Dann braucht es offenbar solch eines Angebotes nicht.

Das Lean Startup-Verfahren ist die einzig sinnvolle Variante, mit der Crowd gemeinsam ein gemeinnütziges Netzwerk-Unternehmen aufzubauen. Nur wenn die Menschen wirklich den Bedarf haben und hier Möglichkeiten sehen, ein persönliches Problem damit lösen zu können, macht solch ein Angebot überhaupt nur Sinn. Das ist zwar ein riskantes Unterfangen, da das finanzielle Risiko weder auf Investoren noch auf den Staat abgewälzt wird - aber es ist auch das nachhaltigste Verfahren.

Fazit

Die Menschen da draussen müssen entscheiden, ob sie so etwas wünschen wie ununi.TV - oder eben nicht. Und nur mit einer Mitgliedschaft wird man über die weitere Entwicklung von ununi.TV mitentscheiden können. 

Das ist JETZT die Entscheidung! 
Von jedem und jeder Einzelnen.

Montag, 27. Mai 2013

Crowdfunding ununi.TV - Eine andere Bildung ist möglich

Vor einigen Wochen haben wir ununi.TV neu gelauncht und in der Zwischenzeit erste Sessions durchgeführt. Vor allem aber haben wir im Hintergrund gewerkelt, um unsere Vision einer Mitmach-Uni für Erwachsene Realität werden zu lassen. Wir, das sind Anja C. Wagner, Wolfgang Gumpelmaier, Robert Fritz Seibel und ein SupporterInnen-Team aus mittlerweile über 60 Menschen, die das Projekt Tag und Nacht weiterdenken und zu einer Anlaufstelle für Leben und Arbeiten im 21. Jahrhundert machen wollen.

Momentan befindet sich ununi.TV in der Beta-Phase und alles ist noch sehr rudimentär. Wir haben aber viele Ideen und wollen das Konzept und die Plattform weiterentwickeln und ununi.TV zu einem gemeinnütziges Netzwerk-Unternehmen umbauen.

Aus diesem Grund starten wir heute eine Crowdfunding-Kampagne mit dem Titel:

ununi.TV - Eine andere Bildung ist möglich

Ziel dieser Crowdfunding-Aktion ist es, in den kommenden Wochen unsere Community (= Menschen, die Bildung ebenso neu denken und mitgestalten wollen) wachsen zu lassen und die nötige Grundfinanzierung zur Weiterentwicklung der Plattform sicherzustellen. Gelingt uns das, wird es in Zukunft möglich sein,
  • sich auf Basis von Live-Videos mit anderen zu modernen Themen auszutauschen
  • als Communitymitglied in einen sozialen Raum einzutreten, um sich selbstbestimmt und selbstorganisiert weiterzubilden und
  • eigene Online-Dienstleistungen zum Verkauf anzubieten. 
Näheres zur Idee und unserer Vision findet man auf Startnext:


In den kommenden Wochen werden wir euch hier im Blog mit den Details zum Projekt und zur Crowdfunding-Kampagne versorgen und euch Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelten unseres Netzwerkes gewähren. 

Bis dahin würden wir uns freuen, wenn ihr euch inhaltlich einbringt oder uns finanziell unterstützt bzw. unser Projekt und unsere Vision via E-Mail, Facebook, Twitter, Google Plus etc. weiter erzählt, am einfachsten über unsere spezielle "Sharing"-Seite: http://ununi.tv/CFstart

Übrigens sind wir noch offen für interessante Partnerschaften. Meldet euch, wenn ihr konkrete Vorstellungen habt. 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Soll ununi.tv weiter leben? Entscheidet jetzt!

Vor fast genau einem Jahr haben wir ununi.tv mit einem dreitägigen Kick-Off-Event gelauncht und euch das Projekt und unsere Vision vorgestellt: gemeinsames Lernen und Vernetzen an der Schnittstelle von Internet und Bewegtbild. Die ersten Sessions waren spitze, das Feedback durchweg positiv. Allerdings hatten wir gehofft, dass sich die Crowd nach dem Kick-Off der Idee stärker annimmt und eigeninitiativ (Weiter-) Bildungsangebote auf ununi.tv anbietet und sich auf diese Weise ein Netzwerk entwickelt, das sich neuen Lern-, Denk- und Kommunikationsansätzen öffnet und diese lebt. Leider hat das kaum funktioniert bzw. meistens nur dann, wenn wir selbst in irgendeiner Art und Weise involviert waren.

Seit Monaten tragen wir zahlreiche Ideen mit uns herum, um einerseits die Plattform zugänglicher zu machen und mit neuen Funktionen auszustatten, andererseits Themen-Reihen zu kuratieren und das Netzwerk zu erweitern. Unsere Ressourcen im Team sind knapp und ununi.tv ist nach wie vor ein reines Herzensprojekt. Damit wir den Fortbestand und die Weiterentwicklung von ununi.tv jedoch sichern können, müssen wir mehr Zeit und erstmals auch Geld in das Projekt stecken. Aus diesem Grund liebäugeln wir damit, die nächsten Schritte via Crowdfunding zu finanzieren. Bevor wir das tun, wollen wir aber die Crowd - also euch - einbeziehen und daher stellen wir euch eine einfache Frage:

Soll ununi.tv weiter leben?

Wenn ihr der Meinung seid, dass wir es gemeinsam schaffen, das Projekt auf die nächste Stufe zu heben, dann gebt uns bitte bis Jahresende euer Commitment, in dem ihr das Formular unten ausfüllt. Erreichen wir bis dahin genug "JA, ich will"-Stimmen, dann werden wir im Jänner/Januar mit den Vorbereitungen zur Crowdfunding-Kampagne und in weiterer Folge mit der Weiterentwicklung von ununi.tv 2.0 starten. Schaffen wir das nicht, werden wir die Plattform im jetzigen Bestand weiterhin betreiben, jedoch nicht aktiv promoten und weiterentwickeln. Dann warten wir einfach darauf, bis die Zeit reif ist.


Vielen Dank für eure Unterstützung!

Anja, Wolfgang, Bertram, (Fabian)