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Samstag, 21. Dezember 2013

Rückblick & Ausblick

Ein unglaublich intensives Jahr 2013 bringen wir langsam hinter uns. Zumindest für ununi.TV war es zudem sehr erfolgreich. Wir möchten Euch allen ganz herzlich danken für Eure wohlwollende Unterstützung. ununi.TV seid Ihr alle!

2014 möchten wir dem bislang Erreichten noch etwas drauf setzen. Wir arbeiten an diversen Konzepten und Ideen, wie wir unser Anliegen einer "anderen Bildung" weiter voranbringen, so dass vor allem Menschen abseits des Normal-Arbeitsverhältnisses eine Perspektive haben. 

Jetzt ruhen wir ein paar Tage, um uns zu erholen und das Ganze zu verarbeiten.

Für alle, die noch ein originelles Weihnachtsgeschenk suchen, für sich selbst oder für andere, haben wir ein Paket geschnürt, das wir in der zweiten Februar-Woche erstmals zur Umsetzung bringen:

Wir starten mit unserer Bildungsekstase 2014.

Die 1. Bildungsekstase ist eine Online-Aktionswoche von ununi.TV. Wir präsentieren ein vielfältiges Bündel von Micro-Workshops zu den wichtigsten Kompetenz-Schwerpunkten des ununi.TV-Netzwerkes:
  • Einführungen in Social Media-Dienste 
  • Sich unternehmerisch aufstellen 
  • Moderne Bildungssettings für das 21. Jahrhundert 
  • Aufbau visueller Kompetenz
Ihr könnt bereits jetzt Gutscheine für die Mikro-Workshops erwerben, die sich ab Mitte Januar konkret einlösen lassen. Schenkt sie Euch oder anderen! Get your (social) life done!



Wir wünschen ALLEN eine schöne Jahresendzeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!!

Donnerstag, 29. August 2013

Eine Herbstoffensive für Freelancer

Langsam füllt sich unser EduShop mit Online-Angeboten einiger ununi.TV Member. Es ist wie immer äusserst interessant zu sehen, welche Ideen eine kreative Crowd generiert, wenn man ihnen eine Infrastruktur zur Verfügung stellt. Insgesamt fächert sich das Portfolio nunmehr entlang diverser Beratungen, Workshops oder verschiedener ununi.TV-Sponsorings auf. Werft einfach einen Blick auf unseren derzeitigen (temporären) EduShop - im Backend entwickeln wir ein eigenes Shop-System, das bis Ende des Jahres einsatzfähig sein sollte.

Um Euch einen Eindruck zu vermitteln, wie man sich aus dem modularen Angebot bedienen könnte, werfen wir einen Blick auf die aktuell eingestellten Workshops. Hier zeichnet sich bereits ein erster Ryhthmus ab, der sich in relativ kurzen Takten bewegt, so dass man sich zeitlich nicht langfristig binden muss. Schaut man lange genug auf das Portfolio, stellt man fest: Man könnte sich über mehrere Module hinweg einen anspruchsvollen Parcours nach eigener Fragestellung zurecht legen und durch das Angebot surfen. Das alles ist derzeit mit einem Einführungspreis versehen - und jeweils einem besonderen Add-on für unsere Mitglieder/innen.

Ein Beispiel-Parcours

Um ein Beispiel zu nennen, hier ein möglicher EduShop-Parcours für (angehende) Freelancer, die sich professionalisieren wollen. So könnte dies beispielhaft ausschauen:

Man startet am 23. September mit Du bist innovativ von Christian F. Freisleben-Teutscher und entwickelt mit ihm gemeinsam im improvisierten Austausch z.B. eine mögliche Geschäftsidee und spinnt diese in verschiedene Richtungen. 


Dies ist Christian




Parallel baut man mit diesem entstehenden Ideen-Setting im Workshop Business Modell. Entrepreneur im Freelance ab 30. September mit Angelica Laurencon sein persönliches Business Modell mit einem Alleinstellungsmerkmal heraus - und lernt dieses in den verschiedenen, beruflich relevanten Online-Netzwerken ansprechend zu kommunizieren


Dies ist Angelica


Nun geht es in die Details und je nachdem, wo der Schwerpunkt und drängendste Nachhol-Bedarf liegt, wählt man nunmehr entweder den Schreib- oder den Video-Workshop ab dem 15. Obtober. Bei Du kannst schreiben von Christian F. Freisleben-Teutscher geht es darum, eventuelle Schreibblockaden zu lösen; bei Rapid Video Producing for Youtube Starters mit Claudia Heydolph geht es darum, mit minimalistischen Mitteln ein attraktives Video zu erstellen und virale Momente zu schaffen. 


Dies ist Claudia



Man produziert also jetzt ersten qualitativen Content und kann sein Angebot erst einmal ansprechend öffentlich kommunizieren. Idealerweise angelt man sich jetzt bereits den ersten Auftrag und damit da nichts schief geht, beteiligt man sich zwischendurch an einem 1. Freitag im Monat am Workshop zum Vertragsrecht zur juristisch klaren Angebotserstellung mit Astrid Christofori.


Dies ist Astrid


Parallel zur Akquise erster Aufträge könnte man sich jetzt gleich darum kümmern, die Arbeitsprozesse auf den neuesten Stand zu bringen, damit man gerüstet ist, wenn es denn richtig los geht. Dazu eignet sich die agile Projektorganisation eines ununi.TV-Teams ab dem 21. Oktober. Hier lernt man entlang erster Vorlagen, wie man sein persönliches Informationsmanagement mit dem anderer Projektmitarbeiter/innen koordiniert, so dass man auch als Freelancer-Netzwerk sofort und unmittelbar auch für grössere Arbeitsaufträge oder Projektarbeiten schnell handlungsfähig wird. Natürlich kann man sich diese Tools auch alle selbst beibringen - im Zusammenspiel an den Schnittstellen allerdings, hat jeder von uns noch grossen Lernbedarf, machen wir uns nichts vor. 


Dies ist das Team für agile Projektorganisation



Nun hat man also ein gutes Package mitsamt neuester Technologien an der Hand, mit dem man professionell arbeiten kann. Aber was bedeutet eigentlich Professionalität? In einem ausschliesslich für Mitglieder/innen zur Verfügung stehenden, kostenfreien Angebot möchten wir dieser Fragestellung auf die Spur kommen - und uns auch entsprechend professionell in und mit den Medien bewegen. Dazu wird von Anja C. Wagner für den November 2013 ein modernes Angebot geschnürt, über das wir uns wechselseitig Feedback geben und Strategien entwickeln können, wie man seine Arbeitsprozesse und -techniken NOCH professioneller aufsetzen könnte. 


Dies ist Anja


Und was kostet der ganze Spass?

Dieser beispielhafte Parcours mitsamt der hier beschriebenen 5 Module kostet aktuell zusammen 746 - 846 € (inkl. 19% MwSt.), je nachdem, welche Optionen über den EduShop gewählt würden.

Die einzelnen Module überschneiden sich zeitlich, können so aber auch optimal miteinander individuell kombiniert werden, da es sich um Online-Angebote handelt. Wenn man sich gut organisiert und sich mindestens 2 Tage voll darauf konzentriert, könnte man sich innerhalb von 6 Wochen komplett neu aufstellen - und wäre startklar auf höchstem Niveau. Aber natürlich könnte man diese ganzen Module auch einzeln buchen!

Aber jetzt kommt der Clou

Wenn man Mitglied in der ununi.TV- Community ist, erhält man dieses ganze Paket zu einem unschlagbaren Preis: Es kostet dann nur 396 - 446 € (inkl. 19% MwSt.) - zzgl. des kostenfreien internen Professionalisierungsangebotes, das im November startet. 

Und damit nicht genug: Viele weitere EduShop-Angebote werden in nächster Zeit folgen - und auch diese immer mit einem besonderen Add-on für unsere Member. Hier geht es zu unserer Early-Bird-Mitgliedschaft ;-)

Sichert Euch rechtzeitig die Plätze! Manche Workshops stehen nur einer begrenzten Teilnehmer/innen-Zahl zur Verfügung ... 

Oder habt Ihr noch Fragen? Nur zu - meldet Euch!

Samstag, 17. August 2013

Stand der Dinge: Unsere aktuelle Bandbreite an Themen

6 Wochen liegt das Ende unserer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne zurück. Vieles haben wir seitdem angestossen, vieles ist noch zu tun. Kontinuierlich schreiten wir voran - auch wenn die erste Euphorie sich der ruhigen Sommerzeit gebeugt hat. Im stillen Backend verbessern wir die strukturellen Voraussetzungen und im lauten Frontend produzieren wir an jedem Werktag mindestens 1 Live-Video. 

Im Laufe des Herbstes wird man langsam sehen können, welches Potenzial in der "Crowd University for modern life" verborgen liegt. Über die letzten Wochen zeichneten sich bereits erste thematische Reihen ab - weitere werden folgen. Hier ein erster Überblick, womit wir uns aktuell im öffentlichen Bereich von ununi.TV regelmäßig beschäftigen:

BILDUNG
- Wie lernst Du? Muster an Lerntechniken
- Du bist Improvisation
- Resilienz & Networking: Aufbau von Krisenkompetenz
- Digitale Bildung & MOOCs (coming soon)
- Kostenfreie Lernmaterialien im Netz (coming soon)

MEDIEN
- Transmedia Storytelling
- Crossmedia (coming soon)
- Visual Literacy
- Urheberrecht
- Interaktive Videoformate (coming soon)
- Wie alles begann (coming soon)

BUSINESS
- Crowdfunding
- Business Networking
- Projektmanagement
- Mensa TV: Leben & Arbeiten im 21. Jahrhundert
- Mobile Global Working (coming soon)
- Management 2.0 MOOC (coming soon)

HACKING
- Eine andere Bildung ist möglich
- Shareconomy
- New Entrepreneurship (coming soon)
- Finanz-Modelle (coming soon)

Was wir suchen:

Wer sich aktiv als Moderator/in betätigen und damit positionieren will, ist herzlich eingeladen, unserer Community beizutreten. Auch ergänzende Themen sind willkommen! Parallel zu den öffentlichen Live-Videos entwickeln wir umfangreichere, kostenpflichtige EduShop-Angebote, die von interessierten Members aufbereitet und dargereicht werden. Andere Mitglieder/innen erhalten dort selbstverständlich attraktive Add ons. Darüber hinaus bieten wir intern weitere Weiterbildungsangebote an (alles im Aufbau, versteht sich ...). Mit anderen Worten: Es lohnt sich ;-)

Und wer sich als Gesprächsgast für ein Thema anbieten möchte: Bitte bei uns melden! Wir möchten den Status Quo der modernen Arbeitswelt aufzeigen - und uns daran beteiligen, gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen. Wie können wir als Menschen abseits des Normal-Arbeitsverhältnisses die Potenziale der Netzgesellschaft optimal für uns nutzen? Das ist unser zentrales Anliegen.

Dienstag, 9. Juli 2013

Phase 2 ist gestartet

Wie Ihr vielleicht schon gesehen habt, sind wir gestern mit dem Regel-Betrieb auf unserer Bildungs-Videoplattform gestartet. In dieser Woche generiert die "Crowd" jeweils 1 Live-Video pro Tag - und ich hoffe, es werden in den kommenden Wochen kontinuierlich mehr, die die Vielfalt unseres Netzwerkes aufzeigen. Eine studentische Mitarbeiterin konnten wir bereits für die professionelle Begleitung der Live-Sessions als Ko-Moderation gewinnen. Es geht also voran!

Zudem hat im Backend die Arbeit an der Community begonnen. Wir sammeln uns langsam in einer gemeinsamen und vielen kleinen Arbeitsgruppen, so dass wir die kollektive Intelligenz der Beteiligten wechselseitig nutzen können. Auch eine Jury zur Vergabe der gesponserten Peer-Mitgliedschaften befindet sich in Gründung. Wir möchten demnächst einen sauberen Prozess präsentieren, wie wir die Plätze für die "Benachteiligten" in ununi.TV ausschreiben können.

Demnächst beginnen wir auch mit der Wiki-Arbeit und dem Aufbau erster Tutorials. Geplant ist, bis zum Ende des Jahres das Grundgerüst des Mitgliedschaftsbereichs so weit aufzubauen, dass wir hier gut zusammen arbeiten und lernen können. Wir möchten gute Voraussetzungen schaffen, um eine kontinuierliche Professionalisierung zu fördern, die effizientes, vernetztes Arbeiten fortwährend garantiert.

Um innovative Projekte anzuziehen oder auch unser vernetztes Potenzial aufzuzeigen, bieten wir ab sofort über einen gemeinsamen EduShop unsere Online-Dienstleistungen und Kombinationen zur Buchung an. Bislang ist es nur ein temporärer Sub-Shop im FrolleinFlow Store mit ersten beispielhaften Angeboten. Aber auch dazu nutzen wir Phase 2, um einerseits die Website auszubauen und mobil zu optimieren. Anderseits werden wir einen für alle Mitglieder/innen gut nutzbaren ununi.TV EduShop angliedern. Dort kann dann jedes Mitglied seine Dienstleistungen selbstbestimmt feilbieten - nachdem es uns seine Kompetenz per kostenfreiem Live-Video demonstriert hat.

Es ist also viel geplant. Aber bevor wir mit diesen Entwicklungsarbeiten starten, bauen wir die Seite zu einem zweisprachigen Angebot aus. Wir möchten so bald als möglich sowohl in deutsch als auch in englisch unsere Sessions durchführen. ununi.TV soll bekanntlich global agieren, da wir alle weltweit gut voneinander lernen können.

Wie Ihr seht: Wir haben viel vor! Ende des Jahres 2013 möchten wir zurück blicken und sehen, wie all diese Komponenten wunderbar miteinander harmonieren und sich wechselseitig beflügeln. Wer Teil sein will dieser dynamischen Community und seine Ideen einspeisen möchte, dem stehen unsere Tore weit offen.

Montag, 1. Juli 2013

Phase 1 ist beendet - danke schön für alles!

Ein Beitrag von Anja C. Wagner

Gestern konnten wir unsere Crowdfunding-Kampagne erfolgreich beenden. Als FrolleinFlow hatten wir uns im letzten Winter zwischen den Jahren entschieden, ununi.TV eine Chance zu geben und unsere Energie vorzugsweise darauf zu lenken. Auslöser dafür war die im Vorfeld durch geführte Umfrage, ob es Menschen gibt, die uns bei einer eventuellen Crowdfunding-Aktion tatkräftig unterstützen würden. Es meldeten sich mehr als 50 Personen und damit war der Startschuss gefallen.

Wie immer wieder von uns betont, handelt es sich bei ununi.TV nicht um ein kleines Startup mit einem kleinen Team, das ein Produkt auf den Markt bringen will. Vielmehr ist dieses Projekt von Beginn an als Gemeinschaftsprojekt von Personen angelegt, die tatsächlich nach einer praktikablen Alternative im Bildungssystem suchen. FrolleinFlow war lediglich die treibende Kraft. Wir tragen das "Crowd" nicht nur aus Marketing-Gesichtspunkten im Namen, sondern wir leben das Crowdsourcing. Insofern gilt es, einer Vielzahl an Personen ausdrücklich zu danken, die diese Kampagne zum Erfolg führten.

Einen besonderen Dank möchte ich aussprechen an (ich hoffe, ich vergesse niemanden):
  • Wolfgang Gumpelmaier für seine unermüdliche (soziale) Medienarbeit
  • Robert Fritz Seibel für die Programmierung der Drupal-Plattform
  • Alexander Kluge für all die wunderbaren grafischen Elemente und Kampagnen-Seite ununiNOW
  • Claudia Heydolph für die professionellen, journalistischen Crossmedia-Ideen und -Realisierungen
  • Ellen Trude für ihre gute Laune, ihre Erfahrung und ihren Enterprise 2.0-Input
  • Cornelie Picht für all die Twitter-Aktivitäten und v.a. ihre Visualisierung des Unterschieds von ununi.TV zu klass. Bildung & die Schnittstelle zu den webgrrls
  • webgrrls e.V. für ihre Unterstützung als strategischer Koop-Partner & natürlich allen webgrrls, die tatkräftig für uns getrommelt haben
  • Angelica Laurencon für ihre vielfältigen Netzwerke und ihr beständiges Da-Sein
  • Astrid Christofori für ihre juristische Fachkompetenz und das unermüdliche Networking
  • Andrea Brücken für ihre regelmäßigen Hangouts und ständiges Mitdenken
  • Sonja Samuda für ihren internationalen Blick und ihre posiive Art
  • Nicole Bauch für die selbstverständliche Übernahme des Hangout-Probenraums als "learning-by-doing" und so vieles andere im Background
  • Christian F. Freisleben-Teutscher für die Übernahme so mancher Moderationen
  • Monika E König für ihre positive Ausstrahlung und aktive Unterstützung
  • Esther Debus-Gregor für ihren kommunikativen Input und ihre Traute
  • Malou Bülow für ihre kontinuierliche Überzeugungsarbeit
  • Jutta Dierberg für ihre kreativen Inputs
  • Alexander Rausch für seine regelmäßige Motivation
  • Patrick Möller für seine qualitativen Multimedia-Beiträge
  • Bertram Gugel für seine konzeptionelle Beratung
  • Martin Lindner für seine wohlwollende, mitdenkende Begleitung
  • Ursula Fritzle für ihren trockenen Humor
  • Horst Sievert & dem Senioren Lernen Online-Team für den Support
  • Sandra Schön und L3T für ihre kreativen Ideen
  • Joachim Sucker für seine Erfahrung und seine Reflexionen
  • Yvonne Pöppelbaum für ihre mitdenkenden Einwürfe
  • Daniel Spielmann für die englische Übersetzung unseres Bildungsanspruchs
  • Bianca Gade für ihren Einsatz im Rahmen der #rp4U-Videokonferenz
  • Wibke Ladwig für ihre konstruktiven Beiträge
  • Ilona Munique für ihre Crowdfunding-Tipps
  • all die Interview-Partner/innen in den Live-Videos, die sich vor die Kamera wagten
  • all den Journalist/innen und Blogger/innen, die uns mit Artikeln öffentlich förderten
  • all unseren Twitter-Followern und Facebook-Freunden für ihre Likes und Retweets
  • all unseren Fans auf Startnext, die das Projekt mit einem "Gefällt mir" auszeichneten
  • all unseren Testimonials, die mit Gesicht ihre Unterstützung unterstrichen
  • all den stillen Motivator/innen, die mich mit Emails oder Direct Messages unterstützten
  • all unseren Supporter/innen auf Startnext, die tatsächlich Geld in die Hand nahmen, um uns den Einstieg in Phase 2 zu ermöglichen
  • und allen anderen, die uns mit konstruktiver Anteilnahme verfolgt haben.


Vielen Dank Euch allen!!! 
Ohne euch alle wäre dies nicht möglich gewesen.

Starten wir Phase 2 ...

Sonntag, 30. Juni 2013

We love Hamster :-)

So, der letzte (Open) Hangout in Phase 1 ist absolviert. Und das Beste daran: Der Hamster als Berichterstatter war  live bei Twitter dabei :-)

Mein persönliches Ziel für Phase 2 von ununi.TV - den Hamster in einen Live-Hangout on air einzubeziehen.

Samstag, 29. Juni 2013

ununi.TV - Neu-Bildung made in Germany

Ein Gast-Beitrag von Angelica Laurencon und Alexander Kluge
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ununi.TV schickt sich an, das Format des klassischen Bildungsfernsehens wieder aufzugreifen und ins moderne, interaktive Medien- und Bewegtbild-Zeitalter zu hieven. Dabei setzt das Team und alle Beteiligten auf die Videotechnologie, die mit Google Hangout (On Air) geboten wird.

Sperriger Name mit Substanz

Der Begriff ist sperrig. Eine Uni? Keine Uni? Ja was denn nun? Etwa eine Volkshochschule 2.1 im Google Fernsehkanal „Hangout“ oder ein Fernstudium für Selbstpflücker?


Zugegeben, mit dem „ununi.TV“-Label  haben es die Querdenker von ununi.TV sich nicht leicht gemacht. In einer schicken Worthülse wie „Coursera“, „Udacity“, „Iversity“ wäre es einfacher gewesen, Inhalte im Web 2.0-Outfit zu vermarkten. Man braucht nur noch von den US-Vorlagen abzuschreiben. Denn jenseits von Europa hat sogar die gute alte New York Times das Lernen und Leben jenseits der Universitäten zum wichtigsten Phänomen des Jahres 2012  erklärt.

Relevanz und Brisanz

Darum ist ununi.TV kein Spaßwort, sondern ein hochaktuelles Projekt mit einer Idee und einem Ziel. Das Projekt beruht auf der Tatsache, dass sich der Arbeitsmarkt laufend im hochfrequenten Takt entwickelt. Die existierenden Bildungseinrichtungen können die jungen Menschen nicht für die Kompetenzen 2.1 vorbereiten, weil sie davon keine Ahnung haben.

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt geht außerdem in die Richtung des dezentralen und fragmentierten Arbeitens und wird 80% der aktiven Bevölkerung betreffen. Alle müssen mittendrin bleiben, sich ständig auf dem Laufenden halten, informieren, weiterbilden, vernetzen,  wirtschaftlich überleben, denn in der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts sind Informationen und Wissen Mehrwert, während Kopf und Kapital die Polaritäten bilden.
ununi.TV bildet dieses informelle Netzwerk an Wissen, Informationen und Kompetenzen, auf die die Kleinunternehmer, Mittelständler, Freiberufler, Kreative und Selbständige jederzeit zugreifen können, bei Bedarf und steigender Nachfrage.

Inspiriert von den Barcamps

Die Idee ist einfach. ununi.TV ist weder ein Online-Forum oder Tauschbörse, sondern gemeinnützig gedacht. Alle sind beteiligt und haben Anteil an dem Mehrwert.


Dieser Gemeinnützigkeit folgend sind die Kooperativen die einzige Alternative zur fragmentierten und dezentralen Arbeitswelt - in allen Bereichen, auch in der Wissensgesellschaft. Kopf und Kapital bleiben die Polaritäten, wobei 2% das Kapital konzentrieren und 95% im 21. Jahrhundert Zugang zu Wissen haben können.

ununi.TV ist anders

Anders als das besagte klassische Bildungsfernsehen, das bei den Öffentlich-rechtlichen zu sehen ist, geht es nicht um die reine Wissensvermittlung. Das Modell „Ich habe Wissen“ und „Ich nehme Wissen auf“ ist obsolet.


Stattdessen wird in sogenannten Erfahrungsräumen Wissen miteinander generiert. Jede/r hat einen unterschiedlichen Erfahrungsschatz und entsprechende Standpunkte. Diese gilt es (entlehnt aus dem Web 2.0 bzw. Social Web), in moderner Mashup-Manier sinnvoll zusammenzubringen, um mit einer möglichst heterogen zusammengesetzten Crowd besagte Erfahrungsräume aufzubauen.


Wissen ist mittlerweile so temporär, dass man miteinander kollaborieren muss, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Insofern ist der sichtbare Output von ununi.TV auch „nur“ die absolute Spitze des Eisbergs. Im Inneren von ununi.TV, da wo es köchelt, brodelt und die Crowd sich austauscht, finden die wirklich interessanten Gespräche statt.

Digital & Visual Literacy

Nicht nur Neues lernen und moderne Bildungsangebote wahrnehmen, sondern auch die eigene Bildung in die Hand nehmen und dabei die Medienkompetenz jedes Einzelnen zu etablieren und weiter aufzubauen, ist die Prämisse und Zielsetzung für ununi.TV. Man spricht auch von digital bzw. visual literacy (digitale bzw. visuelle Bildung).


Auch das Interesse des klassischen TV-Guckers geht zunehmend in Richtung Social Media, sodass man dem Ziel „Bildung von allen für alle“ immer näher rückt. Wenn sich die Zielgruppe, die klassischer Weise passiv konsumiert hat, sich nun aktiv in den neuen Medien- und Videowelten (z.B. auf YouTube) aufhält, ist der Sprung in ein Google Hangout (als eine Art Seminarraum) umso einfacher. Bildung und Weiterbildung werden damit zur Selbstverständlichkeit, weil keine räumliche oder zeitliche Trennung mehr gegeben ist. Konsum und Produktion gehen Hand in Hand, weil bei ununi.TV jeder Zuschauer auch Medienschaffender werden kann - ganz natürlich.

Freie & kostenpflichtige Angebote

Demnach wird es ein breites Spektrum an öffentlichen, frei verfügbaren und kostenpflichtigen Angeboten im geschlossenen Raum geben.


Die kostenfreien Angeboten umfassen aktuell kurzweilige 15-minütige Interviews mit interessanten Menschen aus den Bereichen Business, Bildung, Urheberrecht, Crowdfunding, Film, Social Media, Reisen und Transmedia Storytelling. Diese können unter ununi.tv abgerufen werden.


Der geschlossene Raum soll aktuell noch aufgebaut werden. Dessen Aufbau ist direkt mit dem Erfolg der Crowdfunding-Kampagne von ununi.TV bei startnext verbunden. Es ist also abhängig von den Crowdfundern und Unterstützern, ob ununi.TV sich so weiterentwickelt wie ursprünglich geplant.

Quo vadis?

ununi.TV möchte über die bestehenden Grenzen hinweggehen, sie bewusst überschreiten, um dadurch Innovationen entstehen zu lassen. Durch diesen progressiven Charakter kann nicht genau definiert werden, wohin die Reise geht. Vielmehr bestimmen ganz basisdemokratisch die Beteiligten der Crowd die Route.


Die technische Bildqualität der Google Hangouts wird sich in Zukunft merklich verbessern, die angebotenen Themen werden vielfältiger und ununi.TV wird dem Flow-Prinzip folgend zunehmend ein fluider, sozialer und technologischer Erfahrungsraum zum Lernen.


Welche Akzeptanz ununi.TV nun findet und wie erfolgreich es wird, entscheidet schlussendlich die Crowdfunding-Kampagne bei startnext. Diese endet morgen! Wird das Crowdfunding-Ziel nicht erreicht, „dann wird es kein ununi.TV geben können.“ Unterstützen kann man das Projekt unter startnext.de/ununitv.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Wir starten den ununi.TV EduShop

In den letzten 2 Wochen haben wir mit einer kleineren Arbeitsgruppe aus unserem ununi.TV Supporter/innen-TeamNetz ein erstes beispielhaftes Business-Paket für unseren zukünftigen EduShop erarbeitet, um Euch den kompletten Workaround zu zeigen, wie das später gedacht ist bei ununi.TV.

Als Reminder hier nochmals unser ununi.TV-spezifischer Bildungskreislauf:
  1. Unsere Mitglieder erhalten im Backend eine Einführung und kontinuierliche Weiterbildung zu Social Media, Visual Literacy und Videokonferenz-Kompetenz. Darüber hinaus können sie sich mit anderen Mitgliedern informell austauschen und wechselseitig qualifizieren. 
  2. Sie berichten auf der Videoplattform kostenfrei von ihren Erfahrungen bzw. bauen sie sich einen Fachexpert/innen-Status aus. 
  3. Schließlich entstehen hier viele neue, interaktive Angebote, die unsere Mitglieder dann über den ununi.TV-EduShop kostenpflichtig verkaufen können. Andere Mitglieder erhalten hier natürlich einen Rabatt. Ob und wie genau dieser pauschal zu definieren sein wird, müssen wir alle noch ausdiskutieren.

So, und nun beginnt der Spass sich abzurunden. Ab sofort existiert ein erstes Angebot, das Ihr ab jetzt unmittelbar buchen könnt. Es handelt sich um eine Guided Tour eines ExpertInnen-Stabes mit dem schönen Titel:

Agile Projektorganisation für Selbstständige, die passt - mit kostenlosen Tools

Natürlich wird sich das sehr positiv auswirken, wenn Ihr Euch noch schnell eine Jahres-Mitgliedschaft bei Startnext kauft, sofern Ihr nicht bereits darüber verfügt ;-)

ACHTUNG: Diese Möglichkeit ist nur noch bis Sonntag, 30.06.2013, gegeben


Alle Detail-Infos zu unserem Angebot könnt Ihr unserem temporären ununi.TV EduShop entnehmen, den wir im FrolleinFlow Store übergangsweise angelegt haben.


Und wer sehen möchte, welche Expertise dahinter steckt, dem sei folgendes Video empfohlen, das wir gestern kurzerhand aufgenommen haben:

 

Und jetzt, bittschön: Vorhang auf!
Es öffnet der ununi.TV EduShop.
Come in and join us!

Wir sind viele

Wenn Ihr denkt, wir sind nur so ein paar verrückte Leute, die sich für ununi.TV einsetzen, die/der werfe doch einen kurzen Blick auf diese wunderschöne Portrait-Sammlung unserer internen Supporter/innen. Und dies ist nur ein willkürlicher Ausschnitt. Wir sind viele mehr!



Wann stösst Du dazu? 
Hier entlang, bittschön --> http://www.startnext.de/ununitv

Montag, 24. Juni 2013

Now or never

Wir starten in die letzte Woche unserer Crowdfunding-Kampagne, in der sich entscheiden wird, ob es ununi.TV weiter geben soll - oder nicht. 

Um es ganz klar und deutlich zu sagen: Es existiert kein Plan B für ununi.TV! Wenn wir diese Kampagne nicht gemeinsam zum Erfolg führen, wird es diese Bildungs-Videoplattform nicht geben können. Weder in der geplanten noch in einer veränderten Form. Das sollte allen klar sein, worum es hier geht. 

Wer ernsthaft eine Veränderung des bestehenden Bildungssystems wünscht, sollte sich überlegen, ob er oder sie uns nicht doch eine Chance geben möchte. 

Wer ernsthaft eine Option mit aufbauen helfen möchte, die dem vorherrschenden Trend hin zu prekären Arbeitsbedingungen und entsprechender, stromlinienförmiger Aus- und Weiterbildung entgegen wirken könnte, der oder die sollte uns unterstützen. 

Wer ernsthaft glaubt, es wäre schade, wenn es so etwas wie ununi.TV nicht gäbe, der sollte ein wenig Geld in die Sammelbörse stecken. 

Wer jemals mir in der Vergangenheit sagte, wie toll ununi.TV sei und dass wir doch bittschön weiter machen sollen, der oder die sollte sich JETZT engagieren. JETZT ist die Zeit dafür - nächste Woche schon ist es zu spät. Wir benötigen JETZT Eure Initiative und Eure Energie! 

Ich (acw) kann Euch ansonsten leider nicht mehr ernst nehmen. 

Ich schaue in meine Twitter-Timeline im Jahre 2013 (!) - und ihr fragt ernsthaft nach Forschungsergebnissen, inwiefern die Digitalisierung die Bildung verändere. Ihr diskutiert in nimmermüder Manier, ob nun cMOOCs oder xMOOCs oder nicht doch lieber bMOOCS das Mittel der Wahl sei - oder sollen wir die Kurse anders nennen? Leute, bitte! Ihr feiert Exzellenz-Unis, die 9 (!) Jahre nach Gründung von Facebook voller Stolz die Einrichtung ihrer Fanpage feiern, weil sie dafür ein millionenschweres Förderprogramm vom BMBF zur Verfügung gestellt bekommen haben. Während in den USA bereits der Abgesang auf MOOCs und Facebook angestimmt wurde…

Ich schaue in meine Timeline im Jahre 2013, in der fast jede/r, die/der etwas auf sich hält, von Bildung faselt - und damit ausschließlich die Aus-Bildung seiner Kinder meint. Oder seine eigene Karriere im Bildungswesen im Kopf hat. Natürlich im bestehenden Bildungssystem mit all seinen verkrusteten Strukturen und merkwürdigen Status-Symbolen und all diesem Firlefanz. Die Talare existieren noch in virtueller Form - und darunter hat sich nichts verändert. Nichts! Borniert, zufrieden mit dem Status Quo, ohne Anreizsysteme, außer, ob das Förderprogramm es auch ermöglicht, neue Mobilgeräte für die beantragenden Verantwortlichen anzuschaffen oder eine Fern-Reise mit abfällt.

Gut, das ist jetzt böse - aber durchaus Realität. Wer sich jemals in diesen Strukturen bewegt hat, weiss das. Dieses System ist nicht mehr reformfähig. Das ist organisationssoziologisch unmöglich. Es ist verkrustet - und das liegt an den Verwaltungen ebenso wie am Vergütungssystem, dem Beamtentum, der Bildungsmafia und dem alten hegemonialen Bildungsverständnis. Womit ich nicht sagen will, dass es durchaus einige wenige, eifrige Menschen innerhalb des Systems gibt, die sich nach Kräften bemühen, hier noch das Beste rauszuholen. Ich kenne sogar einige.

Aber denkt Ihr denn wirklich, wir könnten uns als Gesellschaft für das 21. Jahrhundert rüsten, wenn wir uns ausschließlich über MOOCs, VHS- oder sonstige Kurse weiterbilden - und vielleicht ab-und-an mal eine Konferenz besuchen? Meint Ihr wirklich, damit ist es getan? Meint Ihr wirklich, damit seid Ihr und Eure Kinder gut aufgestellt für das, was da kommen möge? Ich weiss, ich klinge jetzt ein wenig so wie die damalige Herzog-Hauruck-Rede, die auch nichts bewirkt hat. Aber ich muss dem gerade mal Luft verschaffen. Sorry :)

Ich weiss, viele denken jetzt: Sie hat ja recht, aber ununi.TV ist nun auch nicht die Lösung. Gut, mag sein, aber es ist zumindest ein Schritt in eine neue Richtung. Ein Zeichen, ein Signal, vielleicht eine Weiche. Wir maßen uns ja gar nicht an, die einzig wahre Lösung bereitzuhalten. Wir sind nur ein paar Suchende, die sich auf den Weg gemacht haben, nach neuen Modellen und Formen Ausschau zu halten. Und uns testweise vorwagen, uns austauschen, probieren, schauen - tastend, suchend, bewegend. Aber immerhin: Wir bewegen uns, fliessen - kann bestimmt auch bald niemand mehr hören. Nur, wie sonst, wenn nicht ständig fliessend, sollen wir uns weiterentwickeln? Unsere Kompetenzen bündeln, um neue Herausforderungen gemeinsam zu bewerkstelligen. Wir sind doch zusammen so klug, sind bestens ausgebildet - manche durch die Institutionen, die meisten eher durch ihre beruflichen Erfahrungen. Lasst uns doch gemeinsam anfangen - wenigstens einen Versuch wäre es doch wert?! 

Das kann doch nicht sein, dass wir trotz unserer ganzen Kenntnisse der Macht von unten es nicht schaffen, eigene Strukturen aufzubauen.

Das kann doch nicht sein, dass Ihr reihenweise in die Krise verfallt angesichts der gesellschaftlichen Umbrüche - und nichts tut. Wie erstarrt seid ...

Tut was! Bewegt Euch! Macht mit! Und tragt nicht Euer ganzes Geld in die Baumärkte. 

Und eines sei Euch abschliessend versichert: Das Geld fliesst nicht in meine Taschen, um mich in den Liegestuhl zu legen. Wir müssen damit Programmierung, Design, Tutorials, Content, Community-Management, Moderation einkaufen - das alles muss ja jemand umsetzen. Bislang ist die Plattform ja noch mehr als rudimentär und lebt vom ehrenamtlichen Engagement einer Reihe von Menschen. Das funktioniert aber nicht auf Dauer. Wir brauchen professionelle Strukturen. Und je mehr Geld uns zur Verfügung steht, desto professioneller wird das Ganze, ist eh klar. Wir arbeiten doch bereits so schlank wie irgend möglich. Dezentral, vernetzt, hoch-effizient. 

Also, wenn Ihr das alles inhaltlich mit gestalten wollt, müsst Ihr mitmachen. Vom Spielfeld-Rand kommentieren, kann doch jede/r. Seid Ermöglicher/innen, nicht Besserwisser/innen! Darauf kommt es heute an! Machen, machen, machen.

Was Ihr tun könnt? Finanziert uns vor, indem Ihr eine Mitgliedschaft vorab kauft - oder indem Ihr Euch als Sponsor betätigt. Nur wenn die Mindestsumme zusammen kommt, die wir benötigen, um das Ganze sinnvoll weiter zu entwickeln, geht das Geld an uns - andernfalls fliesst alles wieder zurück in Eure Taschen. Also, bittschön ---> http://www.startnext.de/ununitv

Immer noch nicht überzeugt? Dann schaut hier --> http://ununi.tv/now

Entschuldigt diesen Appell! Ich arbeite jetzt ruhig weiter …

Donnerstag, 20. Juni 2013

ununi.TV - Mobile Learning leicht gemacht

Vor 4 Jahren wurde ich (acw) von Checkpoint eLearning zum Thema "Mobile Learning" interviewt, weil ich mich im Rahmen des eVideo-Projektes immer wieder mit diesem Thema befasste, sowohl theoretisch als auch sehr praxisorientiert. Der Titel lautete: "Das Potenzial von Mobile Learning (2.0) ist gigantisch". Wir versuchten schon immer, unsere Video-Produktion mobil skalierbar zu halten. (Das Beweis-Video von 2007 ist offenbar im Nirwana verschwunden.)

Nach Veröffentlichung dieses Artikels wurde ich vom eLearning Journal gefragt, ob ich meine Überlegungen zu Mobile Learning 2.0 nicht weiter ausformulieren könnte. Ich versuchte es, auch unter Rückgriff auf meine damals aktuellen Studien im Rahmen meiner ueberflow-Diss - und wenn ich mir diesen Artikel heute durchlese, dann scheinen wir uns als Gesellschaft kaum weiter entwickelt zu haben. Immer noch wird das mobile Lernen als Zukunftstrend auf konventionellen Konferenzen gefeiert. Weiterhin scheint mobiles Lernen außerhalb des Klassenraums alles andere als selbstverständlich zu sein.

Hier meine damaligen Ausführungen (ACHTUNG: Es ist keine leichte Kost ;-)


Die Zeit schritt voran. Wir dachten und arbeiteten und entwickelten uns weiter ...

Und schließlich fahren wir heute hier mit ununi.TV auf dem Tablet durch die Stadt:

 

Was ich damit sagen will: Es ist eine Entwicklung, die in der Natur der Sache liegt - oder wie Barack Obama gestern bei seiner Berliner Rede trefflich formulierte:
"Keine Mauer kann dem Drang nach Gerechtigkeit, dem Drang nach Freiheit, dem Drang nach Frieden, der in den Herzen der Menschen brennt, widerstehen." 
Ich würde gerne ergänzen wollen: Auch keine (hoch-)schulischen oder bürokratischen Mauern. Es liegt in unserer Natur, uns frei und selbstbestimmt weiter entwickeln zu wollen. Davon bin ich zutiefst überzeugt! Zumindest die allermeisten unter uns.

Im Bildungsbereich haben wir genau für diese Menschen ununi.TV bis zu diesem Punkt aufgebaut. Sicherlich, wir befinden uns in einem fragilen Work of progress, aber mit großem Entfaltungspotenzial, das wissen eigentlich alle, die sich mit modernem Lernen befassen. Vieles muss noch hinzugebaut und vieles systemisch restrukturiert werden.

Aber es könnte ein Beginn sein.

Wenn man uns unterstützen würde ... 

OK, was habe ich denn davon, wenn ich Euch unterstütze, so fragen uns viele Menschen?
Meine Antwort: Ihr unterstützt eine Vision, die Ihr selbst mitgestalten könnt, das habt Ihr davon. Wir sind nicht die "Bescheidwisser", die Euch alles auf dem Tablett liefern. Wir sind Enabler, Ermöglicher, die eine Infrastruktur mit einer Hoffnung verbinden. Der Hoffnung, dass Ihr bereit seid, Euer Knowhow einerseits mit anderen zu teilen und andererseits damit in der Tiefe auch noch Geld verdienen wollt. Wir bauen das gemeinsam auf - wir haben uns nicht umsonst den Untertitel gegeben: Crowd University for modern life

Viele denken, die derzeit sichtbare Bildungsplattform am Frontend sei die mobile "Lernumgebung". Ja, das kann sie informell sein, so wie es in früheren Zeiten das Bildungsradio oder -fernsehen war ...

 

Aber das eigentliche "Lernen" geschieht im Backend, in der Community und in den Arbeitsgruppen, in denen sich die Mitglieder/innen austauschen zu neuen Formaten und den interaktiven Möglichkeiten, die uns die neuen Technologien bieten.

 

Damit sie sich eines Tages trauen, auch selbst im Hangout-"Studio" ihr Wissen oder ihre Gedanken auszutauschen:

 

Das ist ununi.TV - und ich hoffe, man versteht jetzt etwas besser, worauf das Ganze zulaufen soll.

Hier könnt Ihr uns unterstützen!

Mittwoch, 5. Juni 2013

Was hat ununi.TV bittschön mit Bildung zu tun?

Anlässlich zahlreicher Fragen zum Bildungsverständnis von ununi.TV hat Anja C. Wagner heute im Hangout versucht, dazu ein paar Fragen zu beantworten. Moderation: Angelica Laurencon

 

Die gezeigte Grafik stammt von Cornelie Picht, die ihre Sicht auf ununi.TV in diesem wunderbaren Blog-Post dokumentiert. Weitere wunderbare Beiträge anderer Personen sammeln wir hier in dieser Bookmarking-Liste.

Freitag, 31. Mai 2013

Start der ununi.TV Social Media Community

Diese Woche sind wir mit ersten kostenfreien Einblicken in unsere Social-Media-Welt gestartet, aus unserer Expert/innen-Community heraus. Um anderen den Weg zu unserem zukünftigen, kostenpflichtigen Mitgliedschaftsbereich zu weisen, wird es heute um 13h eine Kurz-Einführung in Google Plus geben. Gleichzeitig eröffnen wir damit unsere Social Media Community (SoMeCom) auf G+, die jedem kostenfrei zur Verfügung steht. Dort können auch Wünsche zu neuen Live-Videos rund um Social Media formuliert werden. Wir suchen dann entsprechende Expert/innen, die sich des Themas annehmen.

Das ist der Clou unseres Ansatzes. Man muss Mitglied sein, um Angebote offerieren zu können, wobei wir uns thematisch bei weitem nicht auf Social Media beschränken, sondern sämtliche Themen wünschen, die unser alltägliches Leben berühren. Wir starten jetzt lediglich mit einer konzertierten Aktion zu Social Media, um Weiterbildungsaktiven einen niedrig schwelligen Zugang zu uns zu ermöglichen. Und da dieser Bereich eh so dynamisch ist, können hier alle immerzu was lernen. Also auch die vermeintlichen Expert/innen. Gerade diese lernen im Mitgliedschaftsbereich ganz wesentlich voneinander - durch den wechselseitigen Erfahrungsaustausch. Insofern wird es bestimmt nie langweilig.

Hier geht's lang zur ununi.TV Social Media Community auf G+ - jede/r kann umsonst beitreten. Wir akzeptieren jede/n, solange er/sie keinen Unfug treibt. 
Mit 3 Klicks ununi.TV unterstützen:

Mittwoch, 29. Mai 2013

Warum ununi.TV JETZT crowd funded?!


Will man professionelle Strukturen aufbauen, braucht es einiger Ressourcen, um eine kontinuierliche Arbeit im und am Unternehmen zu ermöglichen. Bei ununi.TV wollen wir nachhaltige Strukturen für Menschen aufbauen, die vom klassischen Bildungssystem wenig Input erhalten. Unseres Erachtens kann dies nur über den Aufbau eines gemeinnützigen Netzwerk-Unternehmens funktionieren.

Welche Alternativen existieren, um ein solches Unternehmen zu entwickeln?

Variante 1: Die Finanzblase

Hier bastelt man sich zunächst einen originellen Pitch mit großen Zahlen rund um die Geschäftsidee. Damit geht man auf die Suche nach solventen Investoren. Ziel ist es hier, in möglichst kurzer Zeit ein Unternehmen aufzubauen - und möglichst schnell zu verkaufen.

Insofern helfen uns klassische Investoren nicht, da sie sich zu stark am Finanz-Markt orientieren - und weniger an gemeinnützigen Zielsetzungen. Zwar existieren Modelle, sich hier temporär unterstützen zu lassen, aber erst, nachdem die grundlegenden Strukturen gelegt sind. Andernfalls greifen Investoren zu stark in den Aufbau ein - und das kann bei dem vorherrschenden Bildungsverständnis eigentlich nur schief gehen.

Variante 2: Die Förderblase

Hier sucht man sich ein paar Förderprogramme, bastelt ein paar Anträge, die genau den Erfordernissen mit den gewünschten Keywords entsprechen und lässt sich für die nächsten Jahre ein Projekt von den Steuereinnahmen finanzieren. Das Unternehmen hangelt sich so von Förderantrag zu Förderantrag, prostituiert sich gewissermaßen - und man fährt eine ruhige Kugel.

Leider existieren solche Förderprogramme, die genau den von uns geplanten, offenen Aufbau von ununi.TV ermöglichen, derzeit nicht. Das liegt daran, dass im vorherrschenden politischen Bildungsverständnis die Menschen gelenkt werden sollen, damit sie "nationales Wachstum" generieren helfen - anstatt sie selbst entscheiden zu lassen, was für sie persönlich relevant ist. Natürlich werden wir in der Übergangsphase Ausschau halten müssen nach halbwegs passenden Ausschreibungen, aber erfahrungsgemäß fliessen 3/4 der Gelder in Orga-Kram, wenn nicht sogar 4/5 - nachhaltige Strukturen lassen sich so kaum aufbauen.

Variante 3: Die Crowd-Blase

Hier sucht man sich eine Herausforderung und entwickelt im Lean Startup-Verfahren ein Geschäftsmodell. Eine Crowdfunding-Kampagne kann hier den (Gegen-)Beweis erwirken, ob dieses Angebot nachhaltig gewünscht ist. Entweder erhält man einen Vertrauensvorschuss, um das Angebot Realität werden zu lassen - oder eben nicht. Dann braucht es offenbar solch eines Angebotes nicht.

Das Lean Startup-Verfahren ist die einzig sinnvolle Variante, mit der Crowd gemeinsam ein gemeinnütziges Netzwerk-Unternehmen aufzubauen. Nur wenn die Menschen wirklich den Bedarf haben und hier Möglichkeiten sehen, ein persönliches Problem damit lösen zu können, macht solch ein Angebot überhaupt nur Sinn. Das ist zwar ein riskantes Unterfangen, da das finanzielle Risiko weder auf Investoren noch auf den Staat abgewälzt wird - aber es ist auch das nachhaltigste Verfahren.

Fazit

Die Menschen da draussen müssen entscheiden, ob sie so etwas wünschen wie ununi.TV - oder eben nicht. Und nur mit einer Mitgliedschaft wird man über die weitere Entwicklung von ununi.TV mitentscheiden können. 

Das ist JETZT die Entscheidung! 
Von jedem und jeder Einzelnen.

Montag, 27. Mai 2013

Crowdfunding ununi.TV - Eine andere Bildung ist möglich

Vor einigen Wochen haben wir ununi.TV neu gelauncht und in der Zwischenzeit erste Sessions durchgeführt. Vor allem aber haben wir im Hintergrund gewerkelt, um unsere Vision einer Mitmach-Uni für Erwachsene Realität werden zu lassen. Wir, das sind Anja C. Wagner, Wolfgang Gumpelmaier, Robert Fritz Seibel und ein SupporterInnen-Team aus mittlerweile über 60 Menschen, die das Projekt Tag und Nacht weiterdenken und zu einer Anlaufstelle für Leben und Arbeiten im 21. Jahrhundert machen wollen.

Momentan befindet sich ununi.TV in der Beta-Phase und alles ist noch sehr rudimentär. Wir haben aber viele Ideen und wollen das Konzept und die Plattform weiterentwickeln und ununi.TV zu einem gemeinnütziges Netzwerk-Unternehmen umbauen.

Aus diesem Grund starten wir heute eine Crowdfunding-Kampagne mit dem Titel:

ununi.TV - Eine andere Bildung ist möglich

Ziel dieser Crowdfunding-Aktion ist es, in den kommenden Wochen unsere Community (= Menschen, die Bildung ebenso neu denken und mitgestalten wollen) wachsen zu lassen und die nötige Grundfinanzierung zur Weiterentwicklung der Plattform sicherzustellen. Gelingt uns das, wird es in Zukunft möglich sein,
  • sich auf Basis von Live-Videos mit anderen zu modernen Themen auszutauschen
  • als Communitymitglied in einen sozialen Raum einzutreten, um sich selbstbestimmt und selbstorganisiert weiterzubilden und
  • eigene Online-Dienstleistungen zum Verkauf anzubieten. 
Näheres zur Idee und unserer Vision findet man auf Startnext:


In den kommenden Wochen werden wir euch hier im Blog mit den Details zum Projekt und zur Crowdfunding-Kampagne versorgen und euch Einblicke in die Arbeits- und Lebenswelten unseres Netzwerkes gewähren. 

Bis dahin würden wir uns freuen, wenn ihr euch inhaltlich einbringt oder uns finanziell unterstützt bzw. unser Projekt und unsere Vision via E-Mail, Facebook, Twitter, Google Plus etc. weiter erzählt, am einfachsten über unsere spezielle "Sharing"-Seite: http://ununi.tv/CFstart

Übrigens sind wir noch offen für interessante Partnerschaften. Meldet euch, wenn ihr konkrete Vorstellungen habt. 

Donnerstag, 28. März 2013

Was ist ununi.tv? Eine Übersicht

Für alle, die es schon immer etwas genauer wissen wollten: Wo soll unsere Reise hingehen? Für wen ist das Angebot gedacht? Und was planen wir?

Freitag, 1. März 2013

The new ununi.tv: Die Reise hat begonnen


Im Winter hatten wir Euch gefragt, wer uns aktiv unterstützen würde. Insgesamt ermunterten uns ca. 50 Personen teilweise sehr eindringlich, mit ununi.tv weiter voranzuschreiten und nicht aufzugeben. Daran arbeiten wir jetzt: http://thenew.ununi.tv

Ziel ist es, ein gemeinnütziges Netzwerk-Unternehmen aufzuziehen, das sich idealer Weise eines Tages selbst trägt. Dazu werden einige konzeptionelle und technologische Änderungen erforderlich sein. Wir versuchen gerade an verschiedenen Stellen eine Finanzierung zu finden, die wenigstens ansatzweise die Arbeit honoriert, die wir in die Entwicklung hinein stecken. Eine Crowdfunding-Aktion könnte dazu beitragen - wir müssen schauen, wie und wann das passt.

Von der Tendenz her wird sich ununi.tv thematisch öffnen für sämtliche Fragestellungen rund um das moderne Leben kreativer Menschen. Mit "Kreativen" sind sowohl Menschen gemeint, die schöpferisch arbeiten (z.B. in der Wissenschaft, Kunst, Lehre, Programmierung, Design etc.) oder die kreative Problemlösungen anbieten (z.B. Anwält/innen, Manager/innen, Berater/innen etc.). Und da im Deutschsprachigen "Universität" und "Hochschule" geschützte Begriffe sind, weichen wir einfach auf die englische, erlaubte Version aus. Wir bezeichnen uns nunmehr als "Crowd University for modern life".

Auch erscheint es uns sinnvoll, die Website sowohl deutsch- als auch englischsprachig aufzuziehen und bewusst international anzulegen, um den "Long Tail" möglicher Themenstellungen bedienen zu können. Wir möchten weiterhin nicht nur eine Schaltzentrale für Trendthemen sein, sondern auch Online-Sessions für exotischere Themen fördern. Und wir möchten ein Angebot aufbauen, über das sich aktive Personen ein (zusätzliches) finanzielles Standbein wachsen lassen können. Das bedeutet, man wird sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Online-Sessions über ununi.tv anbieten können.

Um es zusammenzufassen: Wir verstehen ununi.tv als Bildungs-Hub, über den erfahrungsgesättigtes Wissen aus alltäglichen Problemstellungen kreativer Menschen ausgetauscht und qualifiziert werden kann. Von daher wird ununi.tv immer unser aller Projekt sein, mindestens das derjenigen, die uns aktiv fördern oder es aktiv nutzen. Wir sind auf Eure Unterstützung angewiesen! Habt vielen Dank im voraus.

Ihr könnt Euch übrigens weiterhin an unserer Umfrage beteiligen ... ;-)

Und jetzt: http://thenew.ununi.tv

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Soll ununi.tv weiter leben? Entscheidet jetzt!

Vor fast genau einem Jahr haben wir ununi.tv mit einem dreitägigen Kick-Off-Event gelauncht und euch das Projekt und unsere Vision vorgestellt: gemeinsames Lernen und Vernetzen an der Schnittstelle von Internet und Bewegtbild. Die ersten Sessions waren spitze, das Feedback durchweg positiv. Allerdings hatten wir gehofft, dass sich die Crowd nach dem Kick-Off der Idee stärker annimmt und eigeninitiativ (Weiter-) Bildungsangebote auf ununi.tv anbietet und sich auf diese Weise ein Netzwerk entwickelt, das sich neuen Lern-, Denk- und Kommunikationsansätzen öffnet und diese lebt. Leider hat das kaum funktioniert bzw. meistens nur dann, wenn wir selbst in irgendeiner Art und Weise involviert waren.

Seit Monaten tragen wir zahlreiche Ideen mit uns herum, um einerseits die Plattform zugänglicher zu machen und mit neuen Funktionen auszustatten, andererseits Themen-Reihen zu kuratieren und das Netzwerk zu erweitern. Unsere Ressourcen im Team sind knapp und ununi.tv ist nach wie vor ein reines Herzensprojekt. Damit wir den Fortbestand und die Weiterentwicklung von ununi.tv jedoch sichern können, müssen wir mehr Zeit und erstmals auch Geld in das Projekt stecken. Aus diesem Grund liebäugeln wir damit, die nächsten Schritte via Crowdfunding zu finanzieren. Bevor wir das tun, wollen wir aber die Crowd - also euch - einbeziehen und daher stellen wir euch eine einfache Frage:

Soll ununi.tv weiter leben?

Wenn ihr der Meinung seid, dass wir es gemeinsam schaffen, das Projekt auf die nächste Stufe zu heben, dann gebt uns bitte bis Jahresende euer Commitment, in dem ihr das Formular unten ausfüllt. Erreichen wir bis dahin genug "JA, ich will"-Stimmen, dann werden wir im Jänner/Januar mit den Vorbereitungen zur Crowdfunding-Kampagne und in weiterer Folge mit der Weiterentwicklung von ununi.tv 2.0 starten. Schaffen wir das nicht, werden wir die Plattform im jetzigen Bestand weiterhin betreiben, jedoch nicht aktiv promoten und weiterentwickeln. Dann warten wir einfach darauf, bis die Zeit reif ist.


Vielen Dank für eure Unterstützung!

Anja, Wolfgang, Bertram, (Fabian)

 

Mittwoch, 11. Juli 2012

Black Box Deutschland & Österreich

Das Netz als umfassender, komplexer Lernort ist zwischenzeitlich als solcher weitgehend anerkannt. Jetzt haben wir es in Deutschland und Österreich mit einer kuriosen Situation zu tun. Wir sind nämlich vom Rest der Netz-Welt bildungstechnisch im wahrsten Sinne abgetrennt. Warum, beschreiben wir jetzt. Wir haben das eben mit dem ununitv-Team getestet, weil wir das Ergebnis bereits vermuteten.

Fabian startete aus den USA einen Google Hangout on air. Wolfgang gesellte sich aus Österreich hinzu.



In einen Hangout passen bekanntlich 10 aktive Teilnehmer/innen. Weitere lassen sich dann über die "on air"-Funktion über YouTube zum Livestream einladen. Wolfgang selbst konnte den von Fabian aktivierten Livestream auf Youtube sehen. Ich (Anja), in Deutschland sitzend, folgte dem Link und sah das vertraute Bild:



Allerdings könnte ich mir jetzt die Aufzeichnung auf Youtube anschauen, wenn das Hangout denn archiviert wurde (was wir nicht getan haben).

Um das Szenario zu Ende zu testen, gelang es mir schließlich, über den Safari-Browser in das Hangout selbst einzusteigen (hierzu liegt mir kein Screenshot vor) und ganz normal dort zu kollaborieren.

Fassen wir zusammen

  1. Hangouts lassen sich von allen Menschen problemlos anlegen und mit bis zu 10 Personen kollaborativ nutzen.
  2. Das Livestreaming der Hangouts mit der von Google bereit gestellten on air-Technologie funktioniert in allen Ländern weltweit, außer wenn man den Livestream aus Deutschland oder Österreich starten möchte. Die on air-Funktionalität ist hier gesperrt.
  3. Wenn "On air" aus einem anderen Land aktiviert wurde, können weiterhin alle Menschen an den Hangouts aktiv teilnehmen und sich über diesen Weg in alle Welt live streamen lassen.
  4. Als passive/r Zuschauer/in können Menschen in Österreich den Livestream auf Youtube verfolgen, der in anderen Ländern gestartet wurde - in Deutschland funktioniert auch diese Option nicht!
  5. Die archivierte on air-Aufzeichnung lässt sich wieder aus allen Ländern anschauen - selbst aus Deutschland. 

Fazit für die "Bildungsrepubliken" Deutschland und Österreich

Während alle Welt sich weltweit über Google Hangouts on air LIVE und kostenfrei miteinander austauschen und kollaborativ miteinander arbeiten kann, gucken deutsche ZuschauerInnen in die Röhre und können sich schließlich das fertige Produkt asynchron anschauen. Also werden wir in die klassische Konsument/innen-Rolle gedrückt. In Österreich ist die Situation nicht ganz so verschärft: Dort darf man wenigstens aktiv an den Live-Diskussionen teilhaben, wenn jemand anderes das Angebot unterbreitet. Ein aktiver Bildungsdiskurs sähe meines Erachtens für alle Beteiligten anders aus. (Im Übrigen befinden wir uns in guter Gesellschaft: Auch China, Iran, Syrien gestatten keinen weltweiten Austausch, alle anderen schon - siehe hier.)

Fazit für ununi.tv

Wir haben zwar mit ununi.tv eine allseits hochgelobte, liquide Plattform aufgezogen, in der alle thematisch Interessierten problemlos sich miteinander austauschen und weiterbilden könnten. Aber alte gesetzliche Regelungen grätschen uns aus (der Rundfunkstaatsvertrag erlaubt keine Angebote, mit denen zeitgleich mehr als 500 Personen potentiell erreicht werden könnten - dafür braucht es eine Sendelizenz). Wenn wir also ein qualifiziertes Hangout mal einfach schnell streamen und/oder aufzeichnen möchten, funktioniert dies nicht, weil offenbar Google das für Deutschland und Österreich gesetzestreu unterbunden hat. So wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis ein mit ununi.tv identisches Angebot in einem anderen Land gestartet wird und sich über diese Plattform dann alle Menschen global austauschen können (außer den Österreichern und den Deutschen). Wie toll!

Btw: Es existiert bereits eine ununitv-Kopie in San Francisco, die unser Konzept aufgegriffen hat - allerdings noch in das klassische Top-Down-Lehrenden-Lernenden-Korsett geschnürt (mehr Werbung mache ich hier nicht dafür). Unser basisdemokratische Konzept ist bislang noch einmalig ...

Btw2: Machen wir uns eigentlich strafbar, wenn wir über ununi.tv eine Lehreinheit durchführen, wie man sich per VPN über ein anderes Land ins Internet einwählt, um an dem globalen Wissensaustausch partizipieren zu können?

Montag, 4. Juni 2012

Aktueller Stand der Dinge

Eine kurze Information für alle Personen, denen an der Weiterentwicklung von ununi.tv gelegen ist ....

Das ununi.tv-Team ist sich hinsichtlich folgender Punkte sehr einig:
  1. ununi.tv macht weiter.
  2. ununi.tv wartet auf G+ On Air in Deutschland und Österreich (derzeit überall sonst weltweit nutzbar ...).
  3. Wir versuchen eine Ausnahmeregelung für On Air zu erhalten. (Wer mag uns bei der Lobby-Arbeit unterstützen? Es scheint sich um ein juristisches Problem zu handeln.) 
  4. Bis dahin wird kein Live-Streaming unsererseits mehr angeboten. 
  5. Wir können bis auf Weiteres keine Fremd-Sessions bei der Durchführung betreuen, da uns die Manpower fehlt.
  6. Trotzdem kann man uns natürlich ansprechen bei konzeptionellen Fragen zur Planung einzelner Sessions oder thematischer Reihen.
  7. Alle Interessierten können weiterhin geschlossene Hangouts über ununi.tv starten (was qualitativ eh sinnvoller ist). 
  8. Wir freuen uns über jedwede Aktivität und wenn es irgendwie bei einem von uns in den thematischen Zeitplan passt, schauen wir gerne live vorbei.
  9. Parallel suchen wir nach Sponsoring/Förderung, um die Plattform technisch weiterzuentwickeln.
Das ist der Stand unserer Diskussionen.

Mit anderen Worten: Wir bleiben dran! Stay tuned!